Aus dem Magazin von
bauhaus100.de

Was bedeutet das Bauhaus heute? Hier berichten wir über Neuigkeiten und stellen Themen, Orte, Institutionen und Meinungen rund um das Bauhaus vor.

Plastik im Bauhaus: Moderne konservieren

Die Konservator*innen am Bauhaus in Dessau haben es nicht nur mit Stahl, Glas und Beton zu tun, sondern auch mit Kunststoffen wie Triolin. Wie weit geht ihre Bereitschaft, das Altern der Kunststoffe sichtbar zu machen? Und was bedeutet das 100jährige Jubiläum für die zukünftige Konservierungsarbeit?

Thomas Meyer/OSTKREUZ, 2019 / © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

bauhaustapete - neu aufgerollt

„Nichts drauf und nichts dran“, sagte ein Großhändler, als ihm die ersten Bauhaustapeten präsentiert wurden. Dass sie dennoch zu einer Erfolgsgeschichte wurden, lag am Weitblick des Fabrikanten Emil Rasch und der geglückten Zusammenarbeit mit dem Bauhaus. Eine Ausstellung in Osnabrück rollt die Geschichte auf.

Rasch-Archiv 1931
Baukultur

Der Bauhaus-Blick ins Grüne

Das Bauhaus verschiebt den Horizont ein Stück weiter nach hinten. Aus den bekannten Lochfassaden werden in der Moderne gläserne Hüllen – und machen somit den Weg frei für den unverbauten Blick nach außen. Welche Rolle spielte dieses Außen im Bauhaus? Welches Verständnis von Landschaft, von grünem Lebensraum hatte man? Und wie inspiriert die Bauhaus-Zeit Freiraumgestaltung heute?

Greg Benson (pexels.com)
Interview

„Alles sollte neu gedacht werden.“

Interview mit Erik Spiekermann
Mit der Sonderausstellung „ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“ dokumentiert das Mainzer Gutenberg-Museum die Bauhaus-Typografie, die das Grafik- und Kommunikationsdesign revolutioniert hat und bis heute weltweit beeinflusst. Für uns ein Anlass, mit Schriftgestalter Erik Spiekermann ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Typo-Experten und Studenten hat er die fragmentarischen Schriftklassiker mehrerer Bauhaus-Meister vervollständigt und weiterentwickelt. 

spiekermann.com
Baukultur

Zwei Zimmer, Küche, Avantgarde

Das Bauhaus in Hessen. Gab es in der Weimarer Republik etwas, das dieses Etikett verdient? Die Antwort könnte „ja, aber…“ lauten. Das gilt besonders für Frankfurt am Main, das parallel zum Bauhaus die Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit dem „Neuen Frankfurt“ gab es neben Dessau ab 1925 ein zweites Zentrum des Aufbruchs – kein Planet des Bauhauses, sondern ein eigener Stern mit eigener Energie.

DAF, Bestand Grünflächenamt
Menschen

Was braucht die neue Frau?

100 Jahre Siedlung Loheland. Die Siedlung Loheland am Fuße der Rhön galt in der Weimarer Republik als Provokation: Hier wurden Frauen mittels einer Gymnastik-Ausbildung befähigt, selbstbestimmt zu leben. Wie das Bauhaus feiert auch Loheland jetzt den hundertsten Geburtstag. Elisabeth Mollenhauer-Klüber hat mit Michael Siebenbrodt die Jubiläums-Ausstellung im Vonderau Museum kuratiert und erzählt, was es mit dem emanzipatorischen Projekt auf sich hatte.

Lichtbildwerkstatt Loheland / © Loheland-Stiftung Archiv
Menschen

Immer ein Teil der Gegenwart

Das Netzwerk Gropius.
Kein Name fällt beim Thema Bauhaus so häufig wie Walter Gropius. Dieser Umstand ist kein Zufall. Ein wesentliches Geheimnis seines nachhaltigen Erfolgs ist das effektive Netzwerk loyaler Mitarbeiter und Freunde, das der Bauhaus-Gründer weit über das Ende seiner Hochschule hinaus am Leben erhielt und pflegte.

Foto: Kurt Eppler/ WKV Archiv

Modernistische Idylle in einer erodierenden Stadt

Am 22. November 1956 wurde in Detroit der Grundstein für Lafayette Park gelegt. Hier verwirklichten Ludwig Mies van der Rohe und Ludwig Hilberseimer ihre Ideen des fließenden Raumes und einer New City. Heute ist die einstige Industriemetropole das Inbild einer schrumpfenden Stadt – und Lafayette Park eine Insel inmitten der erodierenden Stadt.

James Haefner

„Der schlägt ein! Sie müssen uns hören – sie denken an uns.“

Vom rhythmischen Krach der Bauhauskapelle über die inspirierende Kunst der Fuge zu Aufführungen zeitgenössischer Komponisten: Im Hintergrund des Bauhaus-Lebens spielte immer Musik. Dabei wurde sie dort gar nicht gelehrt.

Bauhaus-Archiv Berlin / Foto: unbekannt.
Interview

Für den Volksmund ist Bauhaus ein Begriff

Ein Interview mit Jean Molitor

Seit zehn Jahren ist der Fotograf Jean Molitor in aller Welt unterwegs, um die architektonischen Zeugnisse der Moderne für die Nachwelt einzufangen. Sein Archiv gegen den Verfall dokumentiert neben Ikonen des Bauhauses auch zahlreiche unbekannte Schätze. Anlässlich seiner Ausstellung in Chemnitz, die auch viele regionale Bauwerke zeigen wird, haben wir mit ihm über 100 jahre bauhaus und 10 Jahre bauh1haus gesprochen.

Jean Molitor

Internationale Moderne

Es gehört zu den Besonderheiten des Bauhauses, dass es ganz unterschiedliche internationale Strömungen in sich bündelte und sich auf Grund der erzwungenen Migration in ständig veränderten Kontexten neu erfinden musste. Die vielleicht intensivste Vermittlung und Weitergabe aus dem Bauhaus kommender Ideen geschah durch das Wirken ehemaliger Lehrer und Schüler im nationalen wie internationalen Raum, durch Weiterbestehen und Knüpfen neuer Netzwerke.

gemeinfrei, lizensiert unter CC0 (https://pixabay.com/de/chicago-hochhaus-wolkenkratzer-1565550/)

Eine Spurensuche: Das Bauhaus in Oldenburg?

In dem 2016 gestarteten Forschungsprojekt „Das Bauhaus in Oldenburg – Avantgarde in der Provinz“ haben wir uns auf Spurensuche begeben, um die regionale Bauhaus-Geschichte zu untersuchen. Die Funde zeigen: Oldenburg darf auf einer Bauhaus-Landkarte nicht fehlen!

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Publikationen von bauhaus100

Unter dem Motto „Die Welt neu denken“ lädt Sie der Bauhaus Verbund 2019 zum 100. Gründungsjubiläum dazu ein, das Bauhaus und die Moderne neu zu entdecken.
Hier finden Sie von 100 jahre bauhaus und der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar herausgegebene Bücher, Flyer, Broschüren und das Magazin bauhaus now.

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