Bildermagazin der Zeit.
László Moholy-Nagys und Joost Schmidts verlorenes Bauhausbuch – ein Konstruktionsversuch

Patrick Rössler

László Moholy-Nagy hatte ein „Bauhausbuch“ mit typografischen Vorschlägen von Joost Schmidt für eine gut gestaltete,»richtige« Illustrierte der 1920er Jahre geplant – aber die Idee nie realisiert. Das vorliegende Buch versucht eine Konstruktion und nähert sich so der Frage, wie dieses geplante „Bauhausbuch“ argumentiert haben könnte.
Von einem »Bildermagazin der Zeit« war in den Vorankündigungen der legendären Reihe der „Bauhausbücher“ der 1920er Jahre immer wieder die Rede. László Moholy-Nagy schwebte eine kritische Bestandsaufnahme der zeitgenössischen Zeitschriftenproduktion vor. Der Typograf Joost Schmidt sollte darin Vorschläge für eine viel bessere, »richtige« Illustrierte unterbreiten. Die Idee wurde aber nie realisiert, und so nähert sich die vorliegende Publikation in Form einer Konstruktion der Frage, wie dieses geplante „Bauhausbuch“ argumentiert haben könnte. Basierend auf Moholy-Nagys Überlegungen zur Neuen Typografie und insbesondere auf seinem bekannten Aufsatz zu den »Richtlinien für eine synthetische Zeitschrift« (1925) wird das unvollendete Vorhaben vor dem Hintergrund des Iconic Turn jener Epoche diskutiert und an zahlreichen Bildbeispielen verdeutlicht. – Die Erfurter Ausstellung wird originale „Bildermagazine“ zeigen, wie sie in jenen Tagen an den Kiosken auslagen – populäre Heftmagazine und aufwändige Lifestyle-Blätter ebenso wie wichtige deutschsprachige und internationale Beispiele der Avantgarde- und Publikumspresse.

Gebr. Mann Verlag
ISBN 978-3-7861-2813-7

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