Günther Förg. Photographs
Bauhaus Tel Aviv – Jerusalem

Herausgegeben vom Politischen Club Colonia (PCC)
Mit Texten von Herman Beil, Rudolf Schmitz, Rudolf Grass, Anke Terschüsen


Das künstlerische Werk von Günther Förg umfasst neben Gemälden, grafischen und bildhauerischen Werken auch einen großen Fundus an Architekturfotografien, etwa zur Villa Malaparte oder zum Haus Wittgenstein. Mit deutlichem Bezug zu diesen Reihen entstand im Jahr 2001 eine neue Serie zur Bauhaus-Architektur in Jerusalem und Tel Aviv. Entworfen wurden die Gebäude in den 1930er und 1940er Jahren von zumeist aus Europa emigrierten Architekten, die in ihnen die sozialen, technischen und ästhetischen Vorstellungen des von den Nationalsozialisten 1933 verbotenen Bauhauses umsetzten. Arieh Sharon, Sam Barkai, Genia Averbouch, Ze'ev Haller, Pinchas Hütt, Richard Kauffmann, Erich Mendelsohn und andere bauten Wohnraum für die Welle von Immigranten – Arbeitersiedlungen, Villen, Ateliers. Mehr als 1500 dieser Gebäude prägen noch heute das Stadtbild Tel Avivs, als größtes Ensemble dieses Stils weltweit. Günther Förgs fotografische Recherche mit Kleinbildkamera und Zoom-Objektiv präsentiert die kompromisslos modernen Architekturen ungeschönt, teilweise verwahrlost, zumeist unsensibel erweitert oder umgebaut – als Monumente, die sich beinahe trotzig den Zeitläuften entgegenstellen und ungebrochen Aufbruchsstimmung wie soziale Utopien ihrer Epoche verkörpern.

Ausstellungen: Stiftung Weimarer Klassik·Schillermuseum Weimar 15.2.–14.4.2002 · Tel Aviv Museum of Art November – Dezember 2002


2002, Hatje Cantz Verlag
208 Seiten, 182 Abb., Broschur
Deutsch, Englisch, Hebräisch
ISBN 978-3-7757-9114-4

Hatje Cantz, 2002
Günther Förg: Photographs. Bauhaus Tel Aviv – Jerusalem (2002), Cover