Das Bauhaus und die Moderne in Thüringen

1919 nahm mit dem Staatlichen Bauhaus die wichtigste Kunstschule des frühen 20. Jahrhunderts ihren Betrieb in Weimar auf. In den Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg waren die Menschen offen für Neues. Mit der Weimarer Republik gab es ab 1919 erstmals eine Demokratie in Deutschland. Gleichzeitig war das Bauhaus als Ideenschule und Experimentierfeld die Wiege des modernen Designs. Viele Entwürfe wurden zu Design-Klassikern, die so oder ähnlich in unseren Wohnzimmern stehen. Den Künstlern ging es um die Revolution des Alltags, um das Zusammenleben in der Gesellschaft. Sie suchten nach Utopien, arbeiteten interdisziplinär. Später zog das Bauhaus nach Dessau und Berlin um, viele Künstler emigrierten wegen der nationalsozialistischen Diktatur – aber in Weimar fing alles an.

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Gera

Gera, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der am dynamischsten wachsenden und wohlhabendsten Industriestädte Deutschlands, bot den neuen Ideen des Bauhaus sehr früh ein weites Feld der praktischen Umsetzung. Die spannende Architektur Thilo Schoder, Meisterschüler des damals in Weimar tätigen Architekten und Designers Henry van der Velde, und seiner Kollegen muss man gesehen haben.

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Weimar

Vor 100 Jahren wurde das Bauhaus in Weimar gegründet. Walter Gropius holte 1919 die europäische Künstleravantgarde in die Stadt: Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Johannes Itten, Wassily Kandinsky und viele mehr schickten sich an, mit ihren Ideen unseren Alltag zu revolutionieren.

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Phasen

Das Bauhaus bestand nur 14 Jahre: als „Staatliches Bauhaus“ in Weimar, als „Hochschule für Gestaltung“ in Dessau und als private Lehranstalt in Berlin. Entstanden ist es im Kontext der Kunstgewerbebewegung und der Kunstschulerneuerung. Seine Ideen wirkten weit über die Schule, ihre Orte und ihre Zeit hinaus.

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Klassik Stiftung Weimar / © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.