Wege in die Moderne zwischen den beiden Weltkriegen
Erwin Hahs • Hermann Klumpp • Walter Wilhelm

Herausgegeben für die Winckelmann-Gesellschaft
von Luise Brechenmacher, Angela Dolgner, Kathrin Schade


Zum Ende des Bauhaus-Jubiläumjahrs 2019 nahm das Winckelmann-Museum den Faden auf, um weitere Perspektiven aufzuschnüren, die in der Zeit zwischen 1919 und 1933 in Deutschland den Weg in die Moderne wiesen. Das Bauhaus war gewiss das erfolgreichste Laboratorium der Moderne, aber es war nicht das einzige. Hierfür stehen exemplarisch drei Persönlichkeiten: Erwin Hahs (1887–1970), Walter Wilhelm (1898–1970) und Hermann Klumpp (1902–1987), der als Bauhausschüler den als „entartet” verfemten Kunstbestand seines Freundes Lyonel Feininger bewahrte und die 1986 in Quedlinburg eröffnete Lyonel-Feininger-Galerie initiierte.
Außerdem gibt es überraschende Bezüge zu Stendal: Zum einen arbeitete Erwin Hahs, als „entarteter” Künstler diffamiert, von 1942 bis 1945 als Kunstlehrer am Winckelmann-Gymnasium in Stendal. Noch in den letzten Kriegsmonaten entstand hier sein Hauptwerk, das „Große Requiem”. Zum zweiten wurden in Stendal seit Ende der 1920er Jahre Stahlrohrmöbel für Bauhaus-Designer wie Marcel Breuer produziert. Präsentiert werden Möbel aus der heutigen „Bauhaus-Collection” der Firma „L. & C. STENDAL”. Sie stehen für den einschlägigen Erfolg, den das Bauhaus mit seinem modernen Design bis heute hat.

Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung vom 7.12.2019 bis 21.3.2020 im Winckelmann-Museum.


12.6.2019, Imhof Verlag
96 Seiten, 118 farbige Abb., Broschur
Deutsch
ISBN 978-3-7319-0959-0