Wilhelm Jost
Architekt und Stadtbaurat in Halle an der Saale 1912-1939

Mathias Homagk


Das Stadtbild Halles wurde maßgeblich durch die 27-jährige Amtszeit des Stadtbaurats Wilhelm Jost (1874–1944) geprägt. Seine zahlreichen, größtenteils heute noch erhaltenen Gebäude spiegeln dabei einerseits den Wandel der politischen Rahmenbedingungen von 1912 bis 1939 wider und zeigen andererseits die Entwicklung einer eigenen signifikanten Architektursprache auf, die in der Lage ist, vornehm zurückhaltend moderne und traditionelle Elemente miteinander zu verbinden.
Jost erhob die rein technisch betrachtete städtebauliche Entwicklung und Planung zu einem architektonisch-künstlerischen Maßstäben unterliegenden Aufgabenbereich der Saalestadt.
Gleichermaßen schätzte er die Zusammenarbeit und den Rat zeitgenössischer Architekten und Künstlern wie H. P. Berlage und Hans Poelzig - und galt selbst als anerkannter Ratgeber unter Stadtbauräten. Auf der anderen Seite stellte er sich auch Auseinandersetzungen und kontroversen Debatten mit seinen Kritikern.
Der vorliegende Band widmet sich dem Werk und Leben des wohl für Halle bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts.


2017 (1. Aufl.), Bauhaus-Universitätsverlag
334 Seiten, 175 Abb., Softcover
Deutsch
ISBN 978-3-89739-903-7