Bauhaus Museum Weimar

Klassik Stiftung Weimar

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Am Gründungsort des Bauhauses wird es als moderner Ort der Begegnung, Offenheit und Diskussion an die frühe Weimarer Phase der bedeutendsten Design- und Kunstschule des 20. Jahrhunderts erinnern. Es inszeniert die Schätze der weltweit ältesten Bauhaus-Sammlung und verknüpft Bauhaus-Geschichte mit Fragen zur Lebensgestaltung von Heute und Morgen.
Der Museumsbau von Prof. Heike Hanada entsteht in direkter Nachbarschaft zur sogenannten Grün-, Kultur- und Sportachse als ein großes „Kulturprojekt“ der Weimarer Republik, dem ehemaligen „Gauforum“ aus nationalsozialistischer Zeit sowie dem „Langen Jakob“, ein in den 1970er-Jahren entstandenes Studentenwohnheim. Das neue Museum bringt diese Zeitschichten der Moderne in eine Erzählung miteinander und macht sie für aktuelle Diskussionen fruchtbar.

Fakten

Bauherrin Klassik Stiftung Weimar
Architektur Prof. Heike Hanada, laboratory for art and architecture, Berlin
Funktion Ausstellungsflächen und Räume für Vermittlungsarbeit, Besucherservice, Shop, Lounge und Café
Ausstellungsarchitektur Holzer Kobler Architekturen, Zürich/Berlin
Ausstellungsfläche ca. 2.000 m²
Gesamtkosten 22,6 Mio. Euro
Bauzeitraum 2015 bis 2019
Eröffnung 6. April 2019

Webseite
Webcam

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Die geometrisch klare Architektur von  Prof. Heike Hanada (Berlin) sieht in einem minimalistischen Kubus fünf Ebenen vor, die in zweigeschossigen offenen Räumen ineinander übergehen. Besucher erreichen den künftigen Museumsrundgang von der Stadtseite her über ein großzügiges Foyer – oder vom angrenzenden Weimarhallenpark aus über eine große Terrasse im Untergeschoss.

24 horizontale LED-Linien, die mit durchsichtigen, fein strukturierten Glasscheiben abgedeckt sind, werden die monolithische Fassade des Baus strukturieren. Sie vermitteln den Eindruck von Leichtigkeit und verleihen dem Gebäude eine gleichmäßige, horizontale Rhythmisierung. Mit Einbruch der Dämmerung werden die Glasbänder zu leuchten beginnen.

Die Eingangshalle ist der Ausgangspunkt für alle entscheidenden Wege im Inneren des Museums. Der Besucher orientiert sich mit Hilfe der Kaskadentreppen in einem geschickt gesetzten Koordinatensystem. Durch horizontale und diagonale Blickbeziehungen in die angrenzenden Lufträume wird er auf die einzelnen Funktionsbereiche aufmerksam. Der Fußboden und die Wände, die die Halle umgeben, entsprechen in Materialität und Haptik dem äußeren steinernen Betonsockel des Museums.

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Das Bauhaus-Museum Weimar entsteht am Rand des Weimarhallenparks direkt gegenüber dem nationalsozialistischen „Gauforum“. Die städtebaulich und historisch sensible Lage des Neubaus bietet die einzigartige Möglichkeit, das Quartier zwischen Goetheplatz, Nordvorstadt und Bahnhofsviertel attraktiv zu entwickeln und ihm eine kulturelle Perspektive zu geben.
Drei Zeitschichten der Moderne in Weimar treffen am Standort des neuen Museums auf historisch einmalige Weise in einer Art Brennpunkt aufeinander: die Grün-, Kultur- und Sportachse westlich des Neubaus als „Kultur-Projekt“ der Weimarer Republik, das nationalsozialistische Staatsprojekt „Gauforum“, das zugleich das logistische Zentrum der europäischen Zwangsarbeit war, und die unübersehbare Antwort aus der DDR-Zeit auf dieses Gebiet, der „Langen Jakob“.
Gemeinsam mit dem Bauhaus-Museum entsteht perspektivisch ein lebendiges Museumsquartier, das den Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert über die ambivalente Historie der Moderne bis zur Gegenwart spannt. Dieses „Quartier Weimarer Moderne“ mit dem Bauhaus-Museum  als Knotenpunkt wird historische Stätten und Erinnerungsorte der Moderne in ganz Weimar miteinander verbinden.

neues bauhaus museum in Weimar
Eröffnung am 6. April 2019

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Alternativer Text
Das bauhaus museum weimar wird mit zeitgenössischer Architektur und multimedialer Ausstellungsgestaltung nicht nur die Schätze der weltweit ältesten Bauhaus-Sammlung neu inszenieren. Ab 2019 verknüpft der Museumsneubau Weimarer Bauhaus-Geschichte mit den Fragen der Lebensgestaltung von Heute und Morgen. Als offener Ort der Begegnung und Diskussion in einem neu entstehenden Kulturquartier bietet es zeitgenössische Perspektiven auf die ambivalente Wirkungsgeschichte der Moderne von ihren Anfängen bis heute. Produziert wurde das Video von der Polly Films GmbH, finanziert von der Thüringer Staatskanzlei.