Anders Wohnen

Kunstmuseen Krefeld, Foto: Volker Döhne © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

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Der Start des Projekts markiert gleichzeitig die Wiedereröffnung der Häuser Lange und Esters, die in Jahren 2018/19 umfassend saniert wurden. Als einmaliges Ensemble des modernen Bauens geben die beiden denkmalgeschützten Villen den Anstoß für interdisziplinäres Denken und praktisches Gestalten – Ansätze, wie sie das Bauhaus in den 1920er-Jahren als gesellschaftliche Vision formuliert hat.

Wohnungen und Häuser sagen viel über die Beschaffenheit einer Gesellschaft aus. Als Ludwig Mies van der Rohe, letzter Direktor des Bauhauses, Ende der 1920er-Jahre die Häuser Lange und Esters entwarf und gemeinsam mit Lilly Reich als Gesamtkunstwerk gestaltete, versuchte er hier bereits die Utopie eines modernen Wohnens zu realisieren.

Mit der Einladung an Künstler*innen, Designer*innen und Architekt*innen, ortsbezogene Arbeiten für die Villen zu entwickeln, richtet das Projekt Anders Wohnen den Blick auf das gemeinschaftliche Leben von morgen – Zukunftsvisionen, entstanden aus einer kritischen Betrachtung unserer heutigen Wirklichkeit. Über fast ein Jahr hinweg ergänzen sich unterschiedliche Aspekte und Kapitel zu einer großen Inszenierung.

In drei Ausstellungen werden utopische, dystopische und mobile Wohn- und Lebensentwürfe zur Diskussion gestellt. Ein umfangreiches Programm aus Augmented Reality, Vorträgen, Filmabenden, Offener Lehre, FabLabs, Performances und vielem mehr rückt die Architektur der frisch sanierten Häuser in den Blick, konfrontiert die historische Wohnkultur der 1920er und 1930er-Jahre mit Fragen nach der heutigen Wohnsituation, nach den Möglichkeiten und Herausforderungen neuer Technologien.

Kunstmuseen Krefeld, Foto: Volker Döhne
Krefeld, Haus Lange, Westansicht

Kunstmuseen Krefeld
Haus Lange Haus Esters
Wilhelmshofallee 91–97
47800 Krefeld

Di–So 11–17 Uhr
Montags geschlossen
24., 25., 31. Dezember geschlossen

Webseite

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Künstler*innen, Designer*innen, Architekt*innen

Banz & Bowinkel, BLESS, Franck Bragigand, Dunne & Raby, Didier Faustino, Michal Helfman, Tamara Henderson, Olaf Holzapfel, Christopher Kulendran Thomas, Laura Lima, Christodoulos Panayiotou, Raumlabor, Andreas Schmitten, Slavs and Tatars, Apolonija Šušteršič, Andrea Zittel

Prolog: Mixed Reality

17.3. – 14.4.2019 | Haus Lange

Mit den Mitteln der Augmented Reality werden Einblicke in die Wohnsituation der 1930er-Jahre ermöglicht, die das visionäre Wohnkonzept von Ludwig Mies van der Rohe zeigen.

Architektur als lebendiger Körper

17.3.2019 – 26.1.2020 | Haus Lange

Die Villen Lange und Esters, die seit 1955 bzw. 1981 von den Kunstmuseen Krefeld als  Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst genutzt werden, haben in ihrer Struktur, Mate-rialität und Nutzung immer wieder Veränderungen durchlebt. In zwei Räumen spiegeln sich diese Wandlungen in Dokumenten, Fotografien, Plänen, Modellen und vielem mehr.

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Dialog: Partizipation und Wissenschaft

17.3. – 18.8.2019 | Haus Esters

Das Thema ANDERS WOHNEN wird in einem Crossover von Kunst, Design und Architektur diskutiert, gelehrt, vorgetragen, performt und vorgeführt. Die Künstlergruppe Raumlabor strukturiert Haus Esters durch eine modulare Möblierung und verleiht ihm eine neue Wohnqualität, die auch zum Verweilen einlädt.

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Ausstellung: Akt 1 Utopie

5.5.2019 –  26.1.2020 | Haus Lange

Im Mai 2019 setzt die Trilogie UTOPIE – MOBILITÄT – DYSTOPIE mit der ersten Ausstel-lung in Haus Lange ein. Künstler*innen, Designer*innen und Architekt*innen realisieren für die Räume der Villa neue Wohnkonzepte und entwickeln visionäre Ideen des Zusammenlebens, frei von tatsächlichen sozialen wie auch materiellen Vorgaben.

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Ausstellung: Akt 2 Mobilität

7.7.2019 – 26.1.2020 | Gärten Haus Lange Haus Esters

Im Juli 2019 wird das Ausstellungsformat in den Außenraum der beiden Häuser ausgeweitet, für deren Gärten neue Installationen entwickelt werden. Als besonderes Highlight verwandelt die Künstlerin Andrea Zittel das ehemalige Gartenhaus der Familie Esters in ein Café.

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Ausstellung: Akt 3 Dystopie

15.9.2018 – 26.1.2020 | Haus Esters

Im September werden die utopischen Entwürfe, die in Haus Lange gezeigt werden, mit dystopischen Ansätzen in Haus Esters beantwortet und ergänzt. So entsteht ein Dialog zwischen den beiden Häusern, der aus unterschiedlichen Blickwinkeln Möglichkeiten, Träume und Albträume eines zukünftigen Zusammenlebens thematisiert.

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Epilog: Bauhaus heute und morgen leben

01.2020

Ein fulminantes Bauhausfest wird Akteure und Besucher*innen nochmals zusammenbringen.

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Ludwig Mies van der Rohe

1930-1933 Direktor am Bauhaus

Mit Mies kam eine überragende Figur der deutschen Avantgarde-Architektur als Direktor ans Bauhaus. Hier widmete sich der Architekt erstmals einer Lehrtätigkeit.

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Bauhaus-Archiv Berlin