bauhaus imaginista

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Eine Ausstellung und zwei Konferenzen verfolgen die transnationalen Beziehungen, die Korrespondenzen und Migrationsgeschichten, die über die Jahre des Bauhauses als Schule (bis 1933) hinausreichen. Das Projekt verfolgt erstmals die Übersetzung von Bauhaus-Konzepten in verschiedene politische und geografische Kontexte.
Der Titel bauhaus imaginista verweist auf den Imaginationsraum, den das Bauhaus öffnete, und die vielschichtigen Lesarten, die der Begriff bis heute birgt. Zwischen Archivmaterialien und zeitgenössischen Beiträgen übersetzt das Projekt historische Perspektiven in Fragen zur Gegenwart: Wie lässt sich heute im Sinne des Bauhauses Kultur als soziales Projekt neu denken? Welche Art von Institutionen braucht ein solches Projekt? Wie regt das Bauhaus noch heute visionäre Praktiken und Diskurse an?

Die Ausstellung verortet das Bauhaus im internationalen Kontext ähnlich gesinnter Schulen. Sie reflektiert die künstlerische Erforschung von Handwerkstechniken, Materialitäten und Praktiken; untersucht, wie Konzepte des Bauhauses zur gesellschaftlichen Bedeutung von Gestaltung transformiert, angepasst oder auch in Frage gestellt wurden; und zeigt, wie der innovative Gebrauch von Medien am Bauhaus Kunst und Popkultur bis heute prägt.

Doreen Mende, Foto: Silke Briel
Doreen Mende, Hamhung’s two Orphans, 2018

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Seit März 2018 entstanden Ausstellungen, Symposien und Workshops in Hangzhou, New York, Kyoto und Tokio, Moskau, São Paulo, Lagos und Delhi in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten und Partner*innen vor Ort. Im HKW entfaltet sich nun eine Gesamtschau von bauhaus imaginista.

Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson in Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Forscher*innen und Künstler*innen

Mit Arbeiten von Anni Albers, Gertrud Arndt, Kader Attia, Lena Bergner, Nandalal Bose, Ahmed Cherkaoui, Alice Creischer, Zvi Efrat, Luca Frei, Walter Gropius, Doreen Mende, Hannes Meyer, Takehiko Mizutani, László Moholy-Nagy, Wendelien van Oldenborgh, Hélio Oiticica, The Otolith Group, Lygia Pape, Paulo Tavares, Iwao Yamawaki u. v. a.

Courtesy of Microscope Gallery and Kurt Schwerdtfeger Estate © 2016
Still Undead bauhaus imaginista Kurt Schwerdtfeger Reflektorische Farblichtspiele, 1922 Lichtperformance, Detailfoto des rekonstruierten Apparats von 2016

Kuratorisches Statement

Die Notwendigkeit, Kunst und Gestaltung grundsätzlich neu zu begreifen, zu praktizieren und zu vermitteln, zieht sich wie ein roter Faden durch das 20. Jahrhundert. Nimmt man das historische Bauhaus und seine Rezeption in den Blick, wird diese transnationale Geschichte radikaler Bildungsideen sichtbar.

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Konferenzen

Zwei Konferenzen befragen das kritische Potenzial des Bauhauses heute: political imaginista diskutiert im März Strategien des Widerstands gegen die neue Rechte sowie Fragen zu Internationalismus, kultureller Aneignung und der Politisierung von Kunst, Technologie und Popkultur. A New School, die zweite Konferenz im Mai, beleuchtet den Einfluss des Bauhauses auf die Entwicklung einer experimentellen Pädagogik über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg.

16.3.2019 political imaginista11./12.5.2019 A New School

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Audioguide

Ein kostenloser Online-Audioguide lässt sich über Soundcloud für das eigene Smartphone abrufen. Bitte bringen Sie Ihre Kopfhörer mit. Andernfalls sind Kopfhörer für 1,50 € an der Kasse erhältlich. Zum Download

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bauhaus imaginista ist eine Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt (HKW). Das Forschungsprojekt mit verschiedenen Ausstellungsstationen findet anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses statt. Die Goethe-Institute erweitern es durch internationale Perspektiven, im Rahmen HKW-Projekts 100 Jahre Gegenwart wird es in Berlin zusammengeführt.

Austellung | 15.3.-10.6.2019

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10577 Berlin
www.hkw.de


Montags & unter 16 Jahren frei
Täglich (außer Di) und an Feiertagen 11–19h
9€/erm. 7€, inkl. Begleitheft und Zweitbesuch
 

bauhaus imaginista. Die globale Rezeption bis heute

Marion von Osten und Grant Watson (Hrg.)

bauhaus imaginista. Die globale Rezeption bis heute verfolgt die internationale Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte von Praxis und Pädagogik des Bauhaus vor dem Hintergrund großer geopolitischer Veränderungen im 20. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf dem wechselseitigen Dialog und dem Austausch des Bauhaus, seiner Studierenden und Lehrenden mit außereuropäischen Modernen, unter anderem in Indien, Japan, China, Russland, Brasilien und den USA.

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