Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst

Berlin | Ausstellung | bis 25.8.2019

Das Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Wie tragen dessen Neuerungen auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen und ästhetischer Konzepte bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössiscche Künstlerinnen und Künstler?

Text1

Die Ausstellung konfrontiert Arbeiten von u.a. László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Man Ray, Jan Tschichold, Hedda Walther, Florence Henri, Hans Robertson von Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen, Stephanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Antje Hanebeck und Douglas Gordon.
Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Die Berliner Station wurde damals von der Kunstbibliothek ausgerichtet. Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (1895-1946), der sich bereits mit seinen experimentellen Fotoarbeiten einen Namen gemacht hatte, kuratierte jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie. Dem Bauhaus-Künstler lag daran, programmatisch das Neue Sehen in der Fotografie zu untersuchen. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station als szenografische Reproduktion präsentiert. Ergänzt werden die Rekonstruktionen durch zahlreiche Vintage Prints aus den Beständen der Kunstbibliothek und eine Präsentation von Filmen der 1920er-Jahre. In Kombination mit fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern eröffnet die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart.
Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, die auch elektronische und digitale Medien mit einbeziehen.

Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
László Moholy-Nagy, Fotogramm (Fotogramm mit Eiffelturm), um 1925 / 1928–1929, Reproduktion des Künstlers von Unikat, Silbergelatinepapier

Dauer: 60 Minuten
Deutsch: 90 € zzgl. Eintritt, fremdsprachig: 100 € zzgl. Eintritt, max. 25 Teilnehmer
Buchbar unter Tel. +49 30 266 42 42 42, service@smb.museum und www.smb.museum

So | 16 Uhr | 14.4., 28.4, 12.5., 26.5., 9.6., 23.6., 14.7., 28.7., 11.8. und 25.8.2019

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Im Ausstellungsrundgang werden diese und weitere Fragen zum 100jährigen Bauhausjubiläum thematisiert.

Teilnahmegebühr: 4 € zzgl. Eintritt
Begrenzte Teilnehmerzahl, Tickets online buchbar unter www.smb.museum und am Veranstaltungstag an der Museumskasse erhältlich

Fotogramme oder zeichnen mit Licht
Di – Do / 11 – 15 Uhr / 30.7. – 1.8.2019 (dreitägig)

In der Ausstellung entdeckst du die Vielfalt der fotografischen Ausdrucksformen. Im Workshop experimentierst du selbst mit Licht und Fotopapier. Zusammen mit einer Fotografin erschaffst du eigene Fotogramme. Du lernst eine der frühesten Techniken der kameralosen Fotografie kennen. Jedes Bild, das entsteht ist einmalig.

Teilnahmegebühr: 36 €
Begrenzte Teilnehmerzahl
Eine Anmeldung bis drei Tage vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich über www.smb.museum oder service@smb.museum

Ausstellungsgespräch für SEK I, SEK II
Bauhaus und die neue Fotografie?

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Schüler*innen erkunden im Ausstellungsrundgang diese und weitere Fragen zum 100jährigen Bauhausjubiläum.

Dauer: 60 Minuten
Kosten: 30 €
Anmeldung erforderlich

Staatliche Museen zu Berlin – Bildung, Vermittlung, Besucherdienste
Tel.: +49 30 266 42 42 42 (Mo-Fr 9-16 Uhr)
E-Mail: service@smb.museum
www.smb.museum

Dresdner Moderne 1919-1933. Neue Ideen für Stadt, Architektur und Menschen

Dresden | Ausstellung | bis 27.10.19

Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden zeigt, welch unterschiedliche architektonische und städtebauliche Formen Modernität und Modernisierung annehmen konnten – keineswegs nur die der Weißen Moderne. Demokratische Impulse, die Technikbegeisterung und der Elan der 1920er Jahre führten in Dresden zu einer spezifischen und ausgesprochen spannenden Melange.

Mehr erfahren
Foto: A. E. Schütte, 1928; Stadtarchiv Dresden, 6.4.40.2 Stadtplanungsamt Bildstelle, Nr. II7225