Bauhaus*innen räume 1919–2019

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Bauhaus 1919 - 2019 ist daher nicht nur Anlass zu einem Rückblick auf etwas, was vor 100 Jahren gewesen ist, sondern ein Zeitraum bis heute. In diesem Zeitraum haben Frauen, das was damals begonnen wurde, aufgenommen, weiterentwickelt und verändert. Frauen gestalten Lebensräume entscheidend mit.
Das revolutionäre am Bauhaus (und dem Neuen Bauen) war, dass Frauen diese an sich Selbstverständlichkeit erstmals umsetzen konnten. Architekt*Innen konnten Frauen am Bauhaus nicht werden. Frauen wurden Innenarchitektinnen. 2019 sind viele der aufregendsten Architekturen der Welt von Frauen. Und das heißt Räume und Stadt-Räume von Frauen. *Innen Räume 1919-2019 erzählt so von dem Bauhaus Design der frühen Jahre bis zu den Architektinnen von heute.

Das bauhaus-Projekt im Frauenmuseum ist völlig anders, schon deshalb, weil hier die Frauen zum Zuge kommen. Wir nehmen das bauhaus überdies wörtlich und stellen ein großes Experimentierfeld vor: Die Raummitte wird vom idealen Grundriss nach dem Haus am Horn von 1923 eingenommen (Umsetzung: Marion Brünglinghaus und Wolf Wetzker), möbliert mit  Bauhausmöbeln frei nach: Alma Buschers Kinderzimmer und Lilly Reichs Ideen. Eine Wohnung für eine WG, Familie ist WG!

Ausstellung vom 19.5. bis 22.11.19

Adresse
Frauenmuseum Bonn
Im Krausfeld 10
53111 Bonn

Tel.: 0228/ 69 13 44
E-Mail: frauenmuseum@bonn-online.com

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag: 14-18 Uhr
Sonntag: 11-18 Uhr

Führungen
Öffentliche Führungen an jedem 1. Sonntag im Monat

Historischer Bereich

Im historischen Bereich werden die Bauhaus-Tapeten der Maria Rasch, eine der ersten Bauhausstudentinnen, präsentiert (Werkmeisterin Silke Dombrowsky). Else Mögelin ist eine weitere Bauhausstudentin, deren Textilarbeiten durch ihre Nachfolerin Brigitte Schirren erlebt werden können (Werkmeisterin Petra Genster).   

Dokumentarisch sind die bekannten Bauhäuslerinnen aufgeführt wie Anni Albers, Marianne Brandt, Ise Gropius, Lucia Moholy, Gunta Stölzl u.a.  Für weitere Nachforschungen stehen dem Publikum Arbeitsplätze (WLAN) zu Verfügung.

Architektur

Die jungen Frauen vor 100 Jahren strebten ans Bauhaus, um eine neue Welt mit zu gestalten. Doch das Versprechen der Gleichheit (s. Eröffnungsvortrag von Dr. Marlies Obier am 19. 5. ) wurde enttäuscht:  Die Zahl der jungen Frauen erschreckte Walter Gropius, er und andere Bauhausmeister verwehrten den Frauen den Zugang zu ihren Kursen, sie sollten nicht Architektinnen werden und so wandten sich den Innenräumen zu.  (Die RATIONALE 3 hatte öffentliche Bauten  zum Thema, die RATIONALE 4 befasst sich mit den Innenräumen, dem Wohnen und sozialen Fragen).  Studierende der Hochschulen in Mönchengladbach und Detmold sind mit originellen Werkstücken beteiligt. Wie Marion Brünglinghaus stellt auch Dorothea Lange Architektinnen von Weltrang  in Film und Plänen vor: Jeanne Ganng, Zaha Hadid, Marcelle Hansch, Dorte Mandrun, Liz Oabu, Ellen van Loon, Laura Peretti, Bettina Lange-Hecker u.a. 

Kunstbereich, c/o Marianne Pitzen

Im Bereich aktuelle Kunst - konkrete Kunst, installiert Kirstin Arndt eine raumgreifende Arbeit. Sie bezieht Beton, Metallobjekte u.a. mit ein. Mehr malerisch die Installation von Lilah Fowler, beide sind Künstlerinnen der Galerie Gisela Clement.  in diesem Feld tätig sind auch Rita Rohlfing (gkg), die Holländerinnen Rity Jansen-Heijtmier und Anneke Klein-Kranenberg.  Vera Röhm, bekannt für Werke in Fabrikhallenformaten, hat sich auf kompakte Objekte und Kunst am Bau konzentriert.  Spielfelder schufen Bertamaria Reetz, Sibylle Rosenboom. Stadtlandschaften breiten sich aus. Durch die Hausobjekte und Hausgruppen von Ingrid Grießer, Maria Pudelko, Maria Maier, Ulrike Reutlinger und Annette von der Bey, vorbei an Fotos von Petra Strauch,  kann man wandern und über neues Bauen, die Krise der Städte und Wohnungsnot reflektieren.

original bauhaus

Berlin | Ausstellung | bis 27.1.2020

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses zeigt die Ausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in der Berlinischen Galerie berühmte, bekannte und vergessene Bauhaus-Originale und erzählt die Geschichte hinter den Objekten.

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VG Bild-Kunst Bonn / Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fred Kraus