Modell und Ruine – Werkleitz Festival 2019

Werkleitz 2019

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Gezeigt werden 13 internationale künstlerische Positionen, die auf das ästhetische, historische und philosophische Spannungsverhältnis von Modell und Ruine reagieren. Die Arbeiten werden auf einem Ausstellungsparcours präsentiert, der das Meisterhaus-Ensemble mit dem gegenüberliegenden Georgengarten und dem herzoglichen Mausoleum verbindet. Je nach Betrachtungswinkel werden Modell, Ruine oder beide zu erleben sein: Die Ruine dient als Modell und im Modell schlummert bereits die Ruine.

Mit dem Fonds Bauhaus heute möchte die Kulturstiftung des Bundes ein Signal für die zeitgenössische Relevanz der Ideen und Methoden jener historischen Schule für Architektur, Design und Kunst geben und lädt Institutionen aller Sparten zur Auseinandersetzung mit der Aktualität des Bauhaus ein.

Webseite

Rosa Barba

Ausstellungsparcours

Das Areal des Ausstellungsparcours verbindet das klassisch-moderne Ensemble der Meisterhäuser Feininger und Moholy-Nagy sowie den gegenüberliegenden Georgengarten mit seinen baulichen Gestaltungen aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert einschließlich des Herzoglichen Mausoleums, das Ende der 1890er Jahre in opulentem Historismus errichtet wurde. Führungen durch den Ausstellungsparcours verorten das Bauhaus in einem weiter gefassten historischen Feld und ermöglichen zugleich eine gegenwärtige Auseinandersetzung mit dem Bauhauserbe.

Werkleitz 2019

Exkursionen

25.5.-4.6.2019

Als wirkungsmächtige Bilder dienen Modelle wie Ruinen der Konstruktion von Geschichte, der Erklärung von Gegenwart und der Herstellung von Zukunft. Das wiederholte Auf und Ab Dessaus scheint jene Zusammenhänge wie in einem Brennglas zu bündeln. Exkursionen thematisieren diese Verbindungen.

Cornelius Grau

Künstlerinnen und Künstler

Das Werkleitz Festival 2019 Modell und Ruine zeigt Arbeiten von 13 Künstlerinnen und Künstlern: Haseeb Ahmed (US/BE), Rosa Barba (IT/DE), Aram Bartholl (DE), Michael Beutler (DE), Haris Epaminonda (CY/DE), Holmer Feldmann (DE), Angela Ferreira (MZ/PT), Nikolaus Gansterer (AT), Christoph Girardet (DE), Cornelius Grau (DE), Romain Löser (FR/DE), Andrea Pichl (DE) und Magdalena Rude (DE).

Holmer Feldmann

Programm

Harun Farocki GbR

Filmprogramm

Das Filmprogramm greift die thematische Beziehung zwischen Modell und Ruine auf, die in Dessau-Roßlau eine faszinierende stadträumliche Zuspitzung findet. Im Fokus auf die Stadt als Schauplatz und Zeugnis tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche haben sowohl die filmische Installation im Mausoleum als auch das Filmprogramm im Kiez-Kino je einen historischen Dokumentarfilm als Ausgangspunkt. In Kombination mit zeitgenössischen Filmen von Ulrike Franke & Michael Loeken,Johannes Gierlinger, Juliane Henrich, Sasha Litvintseva & Graeme Arnfield und Adnan Softić bietet das Filmprogramm eine Auseinandersetzung mit Geschichte und Zukunft, die sich um die Fragen nach dem gegenwärtigen Verhältnis von Raum und Besitz, Erinnerung und Identität, Simulation und Repräsentation, Körper und Materie dreht.

Das Bauhaus und die Moderne in Sachsen-Anhalt

Ob das Bauhausgebäude in Dessau, die Werke von Lyonel Feininger in Halle und Quedlinburg, die Gartenstadt in Leuna oder die Siedlungsbauten in Magdeburg – Sachsen-Anhalt steht heute nicht nur für die Bauhausbewegung, sondern auch für den Aufbruch in die Moderne schlechthin. Für Kulturinteressierte gibt es viel zu entdecken.

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Foto: Tillmann Franzen, tillmannfranzen.com © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

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