Das Bauhaus und die Moderne in Brandenburg

Auch Brandenburg feiert das Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019! Denkt man bei dieser einflussreichsten Stilrichtung, die Architektur, Kunst und Design seit dem frühen 20. Jahrhundert nachhaltig prägte, zuallererst an Weimar und Dessau, so gibt es auch in Brandenburg bemerkenswerte Zeugnisse in Architektur und Kunst, die vom Bauhaus maßgeblich beeinflusst wurden, den Einsteinturm in Potsdam z. B. oder die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau. Diese Seite lädt Sie ein, die Zeugnisse des Bauhauses in Brandenburg zu entdecken und die Veranstaltungsorte im Jubiläumsjahr zu besuchen.

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Neben den drei Bauhaus-Direktoren haben namhafte Architekten wie Otto Haesler, Erich Mendelsohn oder Bruno und Max Taut in Brandenburg ihre architektonischen Spuren hinterlassen.
In Brandenburg finden sich eindrucksvolle Beispiele moderner Architektur, wie der Einsteinturm in Potsdam und die Hutfabrik in Luckenwalde von Erich Mendelsohn, die Häuser Riehl, Urbig und Mosler von Mies van der Rohe in Potsdam-Neubabelsberg, die unter Beteiligung von Walter Gropius entstandene Kupferhaus-Siedlung in Eberswalde-Finow und vor allem die zwischen 1928 und 1930 fertiggestellte Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB-Schule) in Bernau. Die Schule zählt neben den Laubenganghäusern in Dessau zu den einzigen erhaltenen Bauten, die von der Bauabteilung des Bauhauses unter Federführung des zweiten Bauhaus-Direktors Hannes Meyer realisiert worden sind. In Vorbereitung des Bauhaus-Jubiläums soll die Aufenthalts- und Nutzungsqualität der ADGB-Schule durch eine neue Gestaltung der Außenanlagen aufgewertet werden.

2019 wird dieses reiche baukulturelle Erbe des Landes Brandenburg im Mittelpunkt der Jubiläums-Aktivitäten stehen. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus-Frankfurt (Oder) widmet der Neuen Sachlichkeit, dem Design und den Spuren des Bauhauses in Brandenburg Ausstellungen. Tagungen und Festivals präsentieren regionale und lokale Zeugnisse des Bauhauses und der Moderne. Doch neben dem baukulturellen Erbe wird es auch um die Einflüsse auf Design, bildende Kunst und – im Rahmen der Potsdamer Tanztage 2019 – auf den Tanz gehen.

[bauhaus100.de]

ADGB Bundesschule Bernau

Ort der Grand Tour der Moderne

Die Gewerkschaftsschule in Bernau zählt weltweit zu den größten Bauhaus-Ensembles. Die heutige UNESCO-Welterbestätte entstand 1928-30 unter Leitung des zweiten Bauhausdirektors Hannes Meyer und unter Mitwirkung von Studierenden des Dessauer Bauhauses.

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Tillmann Franzen, tillmannfranzen.com | © Stiftung Bauhaus Dessau
Bundesschule des ADGB / School of the Trade Union ADGB (1928–30), Architekten / architects: Hannes Meyer, Hans Wittwer

Dieselkraftwerk, Cottbus

Ort der Grand Tour der Moderne

Das Dieselkraftwerk in Cottbus, entworfen und erbaut 1927 von Werner Issel, ist ein eindrückliches Denkmal für den modernen Industriebau. Das bauhistorische Erbe des expressionistischen Backsteinensembles wird seit 2008 als Kunstmuseum weitergetragen.

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BLMK / Foto: Marlies Kross
Dieselkraftwerk, Cottbus: Das Cottbuser Dieselkraftwerk beheimatet seit 2008 das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst.

Hutfabrik Friedrich Steinberg Herrmann & Co., Luckenwalde

Ort der Grand Tour der Moderne

Die ehemalige Hutfabrik Steinberg Herrmann & Co von Erich Mendelsohn zählt zu den Vorreitern des Neuen Bauens. Der expressionistische Industriebau wurde durch seine an einen Hut erinnernde Dachkonstruktion zum Wahrzeichen der Stadt Luckenwalde.

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Foto: Thomas Kemnitz
Hutfabrik, Luckenwalde

Musikheim, Frankfurt/Oder

Ort der Grand Tour der Moderne

Das 1929 eröffnete Musikheim in Frankfurt (Oder) war ein wichtiger Weiterbildungsort für Tanz, Schauspiel und Musik. Die reformpädagogischen Ideale, die dort vermittelt wurden, übersetzte Otto Bartning in eine abwechslungsreiche Architektursprache.  

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Von Sebastian Wallroth, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48181514
Musikheim, Frankfurt/Oder

Wohnkomplex I-III mit der Großgaststätte „Aktivist“, Eisenhüttenstadt

Ort der Grand Tour der Moderne

Eisenhüttenstadt, früher Stalinstadt, wurde 1950 nach Plänen von Kurt W. Leucht als erste sozialistische Planstadt der DDR gegründet. Die Wohnkomplexe I-III wurden für Arbeiter des Eisenhüttenkombinats Ost gebaut und sind Deutschlands größtes Flächendenkmal.

 

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Städtisches Museum Eisenhüttenstadt, Foto: Bernd Geller
Ehem. Kinderkrippe im Wohnkomplex II, 1953 erbaut, in der sich heute das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR befindet.
ADGB Gewerkschaftsschule

Bauhaus-Schatz im Kiefernwald

In der Nähe von Bernau ist das möglich: Nur 40 Kilometer nördlich von Berlin liegt versteckt im Kiefernwald Hannes Meyers beeindruckender Bau für die Bundesschule des ADGB. Die ADBG-Schule zeigt Bauhaus-Architektur mit rauhem Charme in idyllischer Landschaft.

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Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Christoph Petras, 2011 | © Handwerkskammer Berlin