Deutsches Architekturmuseum

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M., Außenansicht bei Nacht, 2011
DAM, Bild: Uwe Dettmar;
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M., Außenansicht bei Nacht, 2011

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 1979 — 1984
  • Architekt/in Oswald Mathias Ungers

Gebäudetypologie

Bildung (z.B. Museum, Schule, ...)

Auch bekannt als: DAM

Das 1984 eröffnete Deutsche Architekturmuseum (DAM) war das erste Museum in Deutschland, das sich ganz dem Thema Architektur und Baukultur widmete.

Der historischen Gründerzeitvilla am Frankfurter Museumsufer wurde ein abstraktes Haus-im-Haus inkorporiert, das die Architektur mit den ihr ureigenen architektonischen Gestaltungsmitteln thematisiert.

Die Idee eines Architekturmuseums als bildungspolitisches Diskussionsforum entstand im Rahmen der Bestrebungen, verschiedene kulturelle Institutionen am Frankfurter Museumsufer anzusiedeln. Wesentlich an der Planung beteiligt war der Kunst- und Architekturhistoriker Heinrich Klotz, der das historische Gebäude mit einer neuen Aufgabe wiederbeleben wollte. Als erster Direktor gründete er 1979 das DAM und eröffnete es fünf Jahre später in den neu gestalteten Räumen mit einer Ausstellung zur Postmoderne.

Mit dem Umbau der historischen Villa, 1912 von Fritz Geldmacher errichtet, beauftragte Klotz den Architekten Oswald Mathias Ungers, der als strenger Formalist galt. In seinen Entwürfen suchte Ungers „klare Räume, die das Wesen der Architektur berühren“ – fern aller Moden. Das DAM ist eines seiner wichtigsten Werke in Deutschland.

Eigentlich waren die Flächen des ehemaligen Privathauses zu klein, die Statik für eine öffentliche Nutzung ungeeignet. Um die Ausstellungsfläche zu vergrößern, umgab Ungers das Haus deshalb mit einer Glashalle, die einen großen Teil der Gartenfläche einnimmt. Den Altbau entkernte er bis auf die Grundmauern und fügte ein „Haus-im-Haus“ ein. Ungers Architektur wurde so selbst zum Teil der Ausstellung.

Hinter der Gründerzeitfassade verbergen sich mehrere, ganz in Weiß gehaltene Raumtypen: In der strengen quadratischen Struktur des Raumgefüges wechseln sich auf fünf Ebenen (drei Stockwerken) Satteldach und Säulenhalle, funktionalistisches Treppenhaus und klassische Agora ab. Von außen ist das DAM von einer drei Meter hohen Mauer aus roten Sandsteinquadern umgeben, die zur Straße als offene Loggia gestaltet ist.

Das DAM stellt nicht nur mit seinen Ausstellungen, sondern auch auf Symposien und in Vorträgen aktuelle und zukunftsweisende architektonische Fragen und städtebauliche Probleme zur Diskussion. Der Schwerpunkt der Wechselausstellungen und der Sammlung des DAM liegt auf deutscher und internationaler Architektur des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. [DB]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten

  • Montag : Uhr
  • Dienstag : Uhr
  • Mittwoch : Uhr
  • Donnerstag : Uhr
  • Freitag : Uhr
  • Samstag : Uhr
  • Sonntag : Uhr

Förderformel

PAULSKIRCHE – Ein Denkmal unter Druck

Frankfurt/Main | Ausstellung | bis 16.2.2020
Die Ausstellung schildert die Baugeschichte von 1786 bis heute entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen. Gezeigt werden zahlreiche historische und aktuelle Fotos sowie Entwurfszeichnungen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Umbauten in den 1960er- und 1980er-Jahren samt den begleitenden Rufen nach Rekonstruktion eines Vorkriegszustandes, die auch heute anlässlich einer anstehenden Sanierung wiederkehren.

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M.: Haus im Haus, 2011
DAM, Bild: Norbert Miguletz
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M.: Haus im Haus, 2011
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M.: Auditorium, 2011
DAM, Bild: Norbert Miguletz
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/M.: Auditorium, 2011

Dieser Ort ist Teil der Tour:

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Foto: Tillmann Franzen, tillmannfranzen.com