Bauhaus-Museum Weimar

bauhaus museum weimar mit Parkterrasse, Entwurfsstand Juni 2017, Visualisierung: bloomimages GmbH © Klassik Stiftung Weimar
Visualisierung: bloomimages GmbH © Klassik Stiftung Weimar;
bauhaus museum weimar mit Parkterrasse, Entwurfsstand Juni 2017, Visualisierung: bloomimages GmbH © Klassik Stiftung Weimar

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 2015 — 2019
  • Architekt/in Heike Hanada

Gebäudetypologie

Bildung (z.B. Museum, Schule, ...)

Einhundert Jahre nach der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar wurde im April 2019 das Bauhaus-Museum Weimar eröffnet. Es erinnert an die erste Phase (bis 1925) der bedeutendsten Design- und Kunstschule des 20. Jahrhunderts, es inszeniert die Schätze der weltweit ältesten Bauhaus-Sammlung und es bindet die Bauhaus-Geschichte historisch und stadträumlich in den Kontext von Weimarer Republik und Nationalsozialismus ein. Der von Heike Hanada entworfene Baukörper birgt das jüngste Museum der Klassik Stiftung Weimar.

Das Bauhaus-Museum Weimar existiert bereits seit Mai 1995. Mehr als zwanzig Jahre lang war es in der ehemaligen Kunsthalle am Theaterplatz untergebracht, die der Sammlung langfristig aber zu wenig Raum bot. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau fiel die Wahl auf ein Grundstück am Rand des Weimarhallenparks, direkt gegenüber dem ehemaligen Gauforum und nahe dem Neuen Museum Weimar, das sich auf die Kunst vor der Bauhaus-Zeit spezialisiert hat und somit eine ideale Ergänzung des Bauhaus-Museums ist.

Die städtebaulich und historisch sensible Lage des Museumsneubaus bietet die einzigartige Möglichkeit, ein „Quartier Weimarer Moderne“ zwischen Goetheplatz, Nordvorstadt und Bahnhofsviertel zu entwickeln. Dort treffen drei Zeitschichten der Moderne in Weimar in einer Art Brennpunkt aufeinander: die Grün-, Kultur- und Sportachse westlich des Museumsneubaus als Kulturprojekt der Weimarer Republik, das nationalsozialistische Staatsprojekt Gauforum und die städtebauliche Antwort aus der DDR-Zeit, das Studentenwohnheim Langer Jakob. Das neue Museum verwebt diese Zeitschichten in eine gemeinsame Erzählung und macht sie für aktuelle Diskussionen fruchtbar.

Das Bauhaus-Museum Weimar transformiert in Form eines minimalistischen Kubus den Gropius’schen Grundgedanken einer geometrisch klaren und schnörkellosen Architektur in eine zeitgenössische Form. Die monolithischen Fassaden aus Betonplatten werden von 24 LED-Bändern strukturiert; sie verleihen dem Gebäude eine gleichmäßige, horizontale Rhythmisierung und mit Einbruch der Dunkelheit, wenn die Bänder zu leuchten beginnen, auch eine gewisse Magie. Dass sich hinter den Fassaden fünf Ebenen verbergen, die in zweigeschossigen offenen Räumen ineinander übergehen, ist von außen allenfalls zu erahnen.

Die Besucher beginnen ihren Rundgang in einem großzügigen Foyer, das über den Haupteingang auf der Stadtseite, aber auch über eine große Terrasse im Untergeschoss erschlossen wird. Die Eingangshalle ist der Ausgangspunkt für alle Wege durch das Museum. Kaskadentreppen in einem geschickt gesetzten Koordinatensystem dienen der Orientierung, horizontale sowie diagonale Blickbeziehungen durch die Lufträume lenken die Aufmerksamkeit auf einzelne Funktionsbereiche. Die Fußböden und die mit einer Kalkschlämme überzogenen Wände der konventionellen, ausschließlich künstlich beleuchteten Ausstellungsräume entsprechen in Duktus und Haptik der äußeren Hülle des Neubaus. Die Ausstellungsgestaltung setzt mit den Materialien Metall, Glas und Textil bewusste Kontraste. [OH]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

bauhaus museum weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1
99423 Weimar

Öffnungszeiten

  • Montag : Uhr
  • Dienstag : Uhr
  • Mittwoch : Uhr
  • Donnerstag : Uhr
  • Freitag : Uhr
  • Wochenende : Uhr

Erwachsene 11,00 €
Ermäßigt 7,00 €
Schülerinnen und Schüler (16-20 Jahre) 3,50 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre frei

Förderformel