Museum für Kommunikation Frankfurt

Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation  – Eingang des Behnisch-Baus
MFK (Museum für Kommunikation Frankfurt);
Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation – Eingang des Behnisch-Baus

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 1990
  • Architekt/in Günter Behnisch, Behnisch & Partner

Gebäudetypologie

Bildung (z.B. Museum, Schule, ...)

Das Museum für Kommunikation Frankfurt besetzt einen einzigartigen Ort am Frankfurter Museumsufer. Zunächst noch als Bundespostmuseum wurde es 1958 in einer historischen Villa eröffnet. Der Architekt Günter Behnisch ergänzte diese in den 1990er-Jahren um einen transparenten Kegel aus Glas und Aluminium. Behnisch, der mit dem ikonischen Münchner Olympiastadion berühmt geworden war, hinterließ mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt eine geniale Komposition aus aktualisierter Klassik und futuristischer Moderne.

Das Bundespostmuseum zog 1958 in die Villa der Frankfurter Bankiersfamilie Neufville am Schaumainkai, die der Architekt Franz von Hoven 1891-93 gebaut hatte. Weil die Ausstellungsfläche in dem ehemaligen Privathaus schon bald nicht mehr ausreichte, schrieb die Bundesrepublik einen Erweiterungsbau aus. Den Wettbewerb entschied das Stuttgarter Büro Behnisch & Partner für sich, das zu den wichtigsten Studios der Bundesrepublik gehörte und sich einem Bauen jenseits aller Machtsymbolik verschrieben hatte.

Behnisch schuf eine transparente, fließende Architektur, vorwiegend aus Glas und Aluminium, die im direkten Gegensatz zum warmen Sandstein der Villa steht. Zentrales Element des Neubaus ist ein angeschnittener Glaskegel, der ein weitläufiges, von Licht durchflutetes Gehäuse bildet. Über seine gesamte Höhe öffnen sich die Stockwerke zu Emporen und gewähren einen freien Blick auf alle Ebenen. Die Hauptausstellungsfläche verlegte Behnisch unter die Erde, um so den alten Baumbestand im Garten der Villa zu schonen. In deren historischem Teil befinden sich heute die Museumsverwaltung und die Bibliothek.

Mit der Eröffnung des mehrfach preisgekrönten Neubaus 1990 erfolgte auch eine Neuausrichtung und Modernisierung des Museumsbetriebs. Sonderausstellungen und eine Dauerausstellung befassen sich mit Nachrichten- und Fernsehtechnik, der Geschichte der Kommunikation und dem digitalen Wandel der Medien. Am Eingang empfängt eine Skulptur von Nam June Paik die Besucher. Aktuell wird sie in der Restaurierungswerkstatt bearbeitet, aber ab Mai 2019 reitet der Pre Bell Man den Besuchern wieder entgegen. Gemeinsam mit den Schwesterhäusern in Berlin und Nürnberg gehört das Frankfurter Museum für Kommunikation seit 1995 zur öffentlich-rechtlichen Museumsstiftung Post und Telekommunikation. [DB]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten

  • Montag : geschlossen
  • Dienstag : Uhr
  • Mittwoch : Uhr
  • Donnerstag : Uhr
  • Freitag : Uhr
  • Wochenende : Uhr
  • Feiertag : Uhr

Geschlossen am 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar

Förderformel

Anfahrt mit dem ÖPNV:

Aus der Innenstadt:
U-Bahn-Linien U 1, U 2, U 3, U 8, Haltestelle „Schweizer Platz“

Vom Hauptbahnhof:
U-Bahn-Linien U 4, U 5, Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“; Straßenbahnlinie 16, Haltestelle „Otto-Hahn-Platz“
Bus 46, Haltestelle „Untermainbrücke

Förderformel

Förderung im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation – Villa mit Lichthof
MKF (Museum für Kommunikation Frankfurt), Foto: Bert Bostelmann
Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation – Villa mit Lichthof
Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation – Blick auf die Villa und den Behnisch-Bau
MKF (Museum für Kommunikation Frankfurt)
Frankfurt/Main, Museum für Kommunikation – Blick auf die Villa und den Behnisch-Bau