Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum, Duisburg
Dr. Thomas Köster;
Lehmbruck Museum, Duisburg

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 1964
  • Architekt/in Manfred Lehmbruck

Erweiterung

  • Baujahr / Bauzeit 1986
  • Architekt/in Manfred Lehmbruck

Gebäudetypologie

Bildung (z.B. Museum, Schule, ...)

Wilhelm Lehmbruck zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der Moderne. Mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg hat ihm sein Sohn Manfred Lehmbruck ein expressives Architekturdenkmal gesetzt, das heute als bedeutendes Ensemble der Nachkriegsmoderne gilt. Er entwarf dafür drei einzelne Bauten, die jeweils eine ganz eigene Architektursprache besitzen: die Große Glashalle und der Lehmbruck-Trakt Flügel von 1964 und sowie der Erweiterungsbau von 1987. Eingebettet im Duisburger Immanuel-Kant-Park ist das Lehmbruck Museum von einem Skulpturengarten umgeben.

Das ursprünglich zweiteilige Museumsensemble besteht aus der Großen Glashalle für wechselnde Ausstellungen und dem Lehmbruck-Trakt für Wilhelm Lehmbrucks Werke. Er bildet den Schwerpunkt der Sammlung internationaler Skulpturen von der Moderne bis in die Gegenwart. Verbunden werden beide Bauten über einen niedrigen, verglasten Eingangspavillon mit breiter Treppe. Die Große Glashalle besitzt einen einfachen Aufbau mit rechteckigem Grundriss und großflächiger Verglasung. Als offener Bau ist sie nach außen zum Park orientiert. Ähnlich wie auch bei Mies van der Rohes später entstandenen Neuen Nationalgalerie in Berlin kann der Innenraum dank außenstehender Stützen flexibel genutzt werden.

Im Gegensatz zur gläsernen Halle ist der Lehmbruck-Flügel mit quadratischem Grundriss stärker nach innen ausgerichtet. Geschwungene Sichtbetonwände geben nur wenige Ausblicke in den Park frei und sorgen für eine intime Atmosphäre. Oberlichtbänder und ein Atrium inszenieren das einfallende Tageslicht. Nach außen erscheint das Gebäude kleiner, da es in den Boden versenkt ist. Im Innern wird es durch mehrere Galerieebenen mit langen Treppenläufen gegliedert. So ergeben sich unterschiedliche Perspektiven auf die ausgestellten Skulpturen.

Schon kurz nach der Eröffnung wurde das Museum erweitert. Zusammen mit dem Architekten Klaus Hänsch realisierte Lehmbruck daher zwischen 1983 und 1987 einen dritten Bau, der im Süden an die Große Glashalle anschließt. Er setzt sich aus drei verschieden großen, fensterlosen Kuben zusammen, die miteinander verzahnt sind. Deren diagonale Ausrichtung bricht mit der rechtwinkligen Geometrie der Ursprungsbauten. Gleichzeitig entsteht so ein Übergang zwischen Park und Museumshof. [KS]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

LehmbruckMuseum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg

Öffnungszeiten

  • Dienstag : Uhr
  • Mittwoch : Uhr
  • Donnerstag : Uhr
  • Freitag : Uhr
  • Wochenende : Uhr
  • Neujahr (01.01.) : Uhr
  • Karfreitag : Uhr
  • Ostermontag : Uhr
  • Tag der Arbeit (01.05.) : Uhr
  • Christi Himmelfahrt : Uhr
  • Pfingstmontag : Uhr
  • Fronleichnam : Uhr
  • 2. Weihnachtstag : Uhr

An folgenden Feiertagen geschlossen: Weiberfastnacht, Rosenmontag, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

Förderformel

Anfahrt mit dem ÖPNV:

Nächstgelegener Bahnhof der Deutschen Bahn: Duisburg Hauptbahnhof
Das Lehmbruck Museum liegt im Zentrum der Stadt im Kant-Park (500 Meter fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt) und ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die in der Innenstadt verkehren, erreichbar (Haltestelle „Lehmbruck Museum“). Dank der zentralen Lage ist das Lehmbruck Museum auch für Bahnreisende schnell und bequem zu erreichen.

Anfahrt mit dem PKW:

Mit dem Auto erreichen Sie das Museum über die A3 (Köln-Oberhausen), die A40 (Venlo-Dortmund) oder die A59 (Dinslaken-Duisburg). Bitte beachten Sie, dass das Museum über keine eigenen Parkplätze verfügt, es befinden sich jedoch etliche Parkplätze an der Düsseldorfer Straße und in der näheren Umgebung.
Lehmbruck Museum, Duisburg, Ausstellung
Dejan Saric
Lehmbruck Museum, Duisburg, Ausstellung
Lehmbruck Museum, Duisburg
Dejan Saric
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