Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.
Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Foto: Karsten Hintz;
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 1976 — 1979
  • Architekt/in Walter Gropius, Alex Cvijanovic, Hans Bandel

Erweiterung

  • Baujahr / Bauzeit 2018 — 2021
  • Architekt/in Mart Stam, Volker Staab

Gebäudetypologie

Bildung (z.B. Museum, Schule, ...)

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin besitzt die weltweit größte Sammlung zur Bauhaus-Geschichte. Das Gebäude ist ein Spätwerk von Walter Gropius, der dem Museum einen großen Teil seines Nachlasses überließ, der bis heute Kern der Sammlung ist. Sie umfasst Pläne, Fotografien und Werke aus sämtlichen Gattungen, darunter zahlreiche Klassiker, wie die Tischleuchte von Wilhelm Wagenfeld (WG 24, auch Bauhaus-Leuchte genannt), das Tee-Extraktkännchen MT 49 von Marianne Brandt und den Stahlrohrsessel Wassily von Marcel Breuer.

Gegründet wurde das Bauhaus-Archiv 1960 in Darmstadt, wo der Kunsthistoriker Hans Maria Wingler damit begonnen hatte, eine Sammlung anzulegen und erste Ausstellungen zu organisieren. Bald reichten die Räume auf der Mathildenhöhe nicht mehr für die rasch wachsende Kollektion. Walter Gropius entwickelte 1964 Pläne für einen Sammlungs- und Ausstellungsbau auf der Darmstädter Rosenhöhe. Wegen mangelnder kommunalpolitischer Unterstützung zog das Bauhaus-Archiv 1971, zwei Jahre nach Gropius’ Tod, nach Berlin, das den Museumsbau finanzierte. Gropius’ Pläne wurden durch seinen Mitarbeiter Alex Cvijanovic (The Architects Collaborative) und Hans Bandel modifiziert und zwischen 1976 und 1979 am Landwehrkanal nahe dem südlichen Tiergartenrand umgesetzt.

Unübersehbar trägt das markante Gebäude die Handschrift des Bauhaus-Gründers: Die sachliche Strenge, die schlichte Farbgebung und die Stahlbetonkonstruktion erinnern an Klassiker der modernen Architektur. Die charakteristischen Sheddächer, die Gropius aus der Industriearchitektur entlehnt hatte, holen Tageslicht in die Ausstellungsräume. Den Zugang zum Gebäude bildet eine lang gezogene Brückenrampe mit Spitzkehre am Ende.

Anlässlich des 100-jährigem Bauhaus-Jubiläums 2019 wird das Bauhaus-Archiv denkmalgerecht saniert und um einen Neubau von Staab Architekten erweitert: Ein transparenter, fünfstöckiger Turm, der der kulturellen Bildung dient, erschließt auch die unterirdischen Museumsräume. Das Bestandsgebäude wird künftig als Veranstaltungsort und Archiv genutzt. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten (voraussichtlich 2022) heißt das sogenannte temporary bauhaus-archiv in Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 1–2, Besucher willkommen. [DB]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14
10785 Berlin

Öffnungszeiten

Während das Bauhaus-Archiv saniert und erweitert wird, finden Sie den temporären Standort in Berlin-Charlottenburg.

the temporary bauhaus-archiv / museum für gestaltung
Knesebeckstraße 1-2 | 10623 Berlin
Mo–Sa, 10–18 Uhr
Eintritt frei

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.
Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Foto: Markus Hawlik
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.
Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Foto: Markus Hawlik
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel.

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