die welt neu denken
Beiträge aus dem Eröffnungssymposium "100 jahre bauhaus im westen"

Joachim Henneke, Dagmar Kift, Thomas Schleper (Hg.)


die welt neu denken geht auf ein Symposion gleichen Titels zurück. Es war der programmatische Auftakt zum facettenreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm 100 jahre bauhaus im westen, mit dem Nordrhein-Westfalen 2018–20 einen ambitionierten Beitrag zum bundesweiten Bauhaus-Jubiläum leistet: Unter dem Motto „Gestaltung und Demokratie“ wurde das Bauhaus-Jubiläum mit dem 100. Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik verknüpft.
Der Band befasst sich sowohl mit dem Neuen Bauen und Gestalten im Rheinland und in Westfalen als auch mit den Wurzeln, Zielmarken und Bewährungsfeldern einer neuen demokratischen Verfassung. Damit verortet er die Ideen des Bauhauses und seine Utopien zum neuen Menschen, zur neuen Stadt und zur neuen Welt in der Zeit, die das Bauhaus neu gestalten wollte. Gleichzeitig richtet er den Blick auf die Nach- und Nebenwirkungen sowie die heutige Aktualität der damaligen Entwicklungen. Er nimmt die Vielfalt und Reichweite der weltberühmten Reformschule genauso in den Blick wie die Ambivalenzen ihrer Ideen und Praktiken und spürt dabei auch entscheidende Vorlagen aus dem Westen auf.
Im Geiste der transdisziplinären Praxis des Bauhauses führt der Band unterschiedliche Wissenschaften, Museen und weitere Bildungseinrichtungen zusammen. Renommierte Fachleute wie die Designhistorikerin Gerda Breuer, die Literaturwissenschaftlerin Gertrude Cepl-Kaufmann, der Politikwissenschaftler Michael Dreyer, der Architekturhistoriker Werner Durth oder der Landschaftsarchitekt Andreas Kipar bringen sich mit kritischen, skeptischen, aber auch hoffnungsfrohen Stimmen ein.


13.12.2019, Aschendorff Verlag
208 Seiten, gebunden
Deutsch
ISBN 978-3-402-24648-1