bauhaus – form und reform

Museum für Gestaltung Zürich

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Die Bauhaus-Idee, ein immaterielles Kulturgut im Zeitalter von Massenkultur und Marktmechanismen, wird durch Objekte aus den verschiedenen Bauhauswerkstätten: Tischlerei, Metall und Töpferei präsentiert. Diese Prototypen funktionaler Gestaltung machen die Bedeutung der "guten Form" für eine werkgerechte, serielle und deshalb preiswerte Produktion "für jedermann" nachvollziehbar.

Kai Pelka
Vier Teetassen mit Untertassen: Von links: Otto Lindig, Theodor Bogler, Steingut gegossen, 1929, Landesmuseum Mainz Marguerite Friedlaender, Trude Petri, Porzellan, „Hallesche Form“ mit Goldringen, KPM Berlin, 1929/1931, Privatsammlung Christian Dell, gelbes „Resopal“, Hermann Römmler, Spremberg, 1929/30, Sammlung Lattermann Heinrich Löffelhardt, Porzellan, Form „2000“ mit Bastdekor, Arzberg, Selb, 1954/55 GDKE RLP – Landesmuseum Mainz

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Die Ausstellung beleuchtet fünf Themenschwerpunkte. In den ersten beiden wird die Entwicklung zur Bauhaus-Idee ausgehend vom Gedankengut des Deutschen Werkbundes erläutert. Ausgesuchte Objekte nach Entwürfen von Peter Behrens, Henry van de Velde, Bruno Paul und aus den Deutschen Werkstätten Hellerau dokumentieren die Reformbewegung des Kunstgewerbes um 1900.
Das Weiterwirken dieser Reformbewegung in der Bauhaus-Idee bildet das Zentrum der Ausstellung. Die Gestaltung der Alltagsgegenstände nach den Gesetzen der Funktionalität veranschaulicht die Modernität des neuen Lebens nach dem 1. Weltkrieg. Leichtigkeit, Offenheit und ein scheinbares Schweben sind der Beweis, dass dank Experimente mit neuen Materialien und Materialkombinationen aus Werkstattentwürfen Vorbilder für die industrielle Fertigung werden konnten.

Ausstellung

bauhaus – form und reform
von der reformbewegung des kunstgewerbes zum wohnen mit ikonen

Landesmuseum Mainz
15. September 2019 bis 19. Januar 2020

Flyer zur Ausstellung

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"Kunst und Technik – eine neue Einheit" formulierte Walter Gropius die Bauhaus-Idee – und sie ging auf. Möbel, Lampen, Tee- und Kaffeeservice etc. Gropius, Wilhelm Wagenfeld, Marianne Brandt, Marcel Breuer und Mies van der Rohe sind der Beweis dafür. So erklärt sich auch das Fortwirken der Bauhaus-Idee durch zwölf Jahren verordnetes Einheitsdesign ab 1933 und ihr Wirken im bundesrepublikanischen Wirtschaftswunderland. Typenmöbel von Bauhaus-Schülern der folgenden Generation wurden als preiswerte Aufbauprogramme für die "junge Wohnung" (WK-S Möbel) geschaffen. Deren Bedeutung für neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens bis heute runden die Schau ab.
Alltagsdinge aus der seriellen Fertigung nach Entwürfen von Marguerite Friedlaender, Heinrich Löffelhardt, Herbert Hirche, werden Arbeiten von Charles Eames, Egon Eiermann, Alvar Aalto, Verner Panton und Arne Jacobsen gegenübergestellt. Aber auch "Ikonen zum Wohnen" im 21. Jahrhundert finden hier ihren Platz.

Kai Pelka
Marcel Breuer (1902–1981) Lattenstuhl, schwarz gefasst, mit sechs Sitzgurten, 1922, Sammlung Jacobi

original bauhaus

Berlin | Ausstellung | bis 27.1.2020

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses zeigt die Ausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in der Berlinischen Galerie berühmte, bekannte und vergessene Bauhaus-Originale und erzählt die Geschichte hinter den Objekten.

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VG Bild-Kunst Bonn / Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fred Kraus