Die Moderne in Bremen

Archiv Böttcherstraße Bremen

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Auch das 1919 von Walter Gropius gegründete Staatliche Bauhaus hinterließ seine Spuren in Bremen und ebenso beeinflussten Bremer Künstler die Kunstinitiative. Genau einhundert Jahre nach der Gründung des Bauhaus in Weimar feiert die Deutsche Zentrale für Tourismus diese Synthese aus Kunst, Design, Architektur und Bauhandwerk, die zur Basis für die gesamte Avantgarde der Klassischen Moderne wurde, mit einem Themenjahr. Wir gehen auf Spurensuche in der Wesermetropole.

Nicht zuletzt die bekannteste Darstellung der weltweit berühmten Bremer Stadtmusikanten am Bremer Rathaus (UNSECO Welterbe) stammt aus der Hand von Gerhard Marcks, einem der größten figürlichen Bildhauern des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Er gehörte nicht nur zu den ersten Lehrern am neu gegründeten Bauhaus in Weimar im Jahr 1919, er proklamierte individuelle Modell- und Versuchsarbeit und wirkte damit einer rein auf die Industrie konzentrierten Produktion entgegen.

Gegenüber des Gerhard Marcks Hauses fügt sich das Wilhelm Wagenfeld Haus in die Reihe der Künstlerstätten entlang der Bremer Museumsmeile ein. Es trägt den Namen des international bekannten Pioniers des deutschen Industriedesigns und ist das einzige Ausstellungshaus in Norddeutschland, das ausschließlich dem Thema Design gewidmet ist.

Der gebürtige Bremer Wilhelm Wagenfeld (1900 - 1990) war in erster Linie Produktdesigner. Der Bauhaus-Schüler zählt zu den bekanntesten Pionieren des Industriedesigns. Einige seiner Entwürfe werden als Design-Klassiker bis in die Gegenwart produziert, beispielsweise die gemeinsam mit Carl Jacob Jucker entworfene Bauhaus-Leuchte, heute auch Wagenfeldlampe genannt.

Ein Leitbild des Bauhauses war, die Architektur als Gesamtkunstwerk mit den anderen Künsten zu verbinden: „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau“, steht schon in seinem Gründungsmanifest. In der Architektur hat sich das modulare Bauen nicht nur bei Industrieanlagen, sondern auch bei der Schaffung günstigen Wohnraums zum Beispiel in Satellitenstädten von Megametropolen durchgesetzt.

Das vom finnischen Architekten Alvar Aalto entworfene, 65 Meter hohe Wohnhochhaus im Bremer Stadtteil Vahr wurde in den Jahren 1959–1961 errichtet. Bauherr war die Neue Heimat (heute GEWOBA). Das Hochhaus ist das Wahrzeichen des Stadtteils und steht unter Denkmalschutz.

Bremer Touristik-Zentrale

Tourist-Information Böttcherstraße
Böttcherstraße 4
28195 Bremen

Telefon +49 (0)421 3080010
E-Mail info@bremen-tourism.de

Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.30 - 18.30 Uhr
Sa 9.30 - 17 Uhr
So (sowie feiertags) 10 - 16 Uhr

Böttcherstraße Bremen

ORT | GRAND TOUR DER MODERNE

Die Bremer Böttcherstraße ist ein eklektisches Gesamtkunstwerk, das Elemente der Backsteingotik, des Expressionismus und des Art Déco vereint. Sie entstand zwischen 1922 und 1931 und gilt als wichtiges Architekturzeugnis der Zwischenkriegsjahre.

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[Detail]Haus Atlantis mit Stahlkonstruktion und Verwendung von Glasbausteinen in Stahlbeton

Gerhard Marcks

1919–1924 Meister am Bauhaus

Marcks' Leben bestand aus Bildhauerei, Keramik und Holzschnitt. Als Formmeister richtete er die Keramikwerkstatt am Bauhaus ein.

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Bauhaus-Archiv Berlin / © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.