Theodor Bogler

Porträt Theodor Bogler, Foto: unbekannt, o.D.
Porträt Theodor Bogler, Foto: unbekannt, o.D. Bauhaus-Archiv Berlin.
  • Geboren am 10.4.1897 in Hofgeismar, Provinz Hessen-Nassau (Deutsches Reich) | heute Deutschland
  • Verstorben am 13.6.1968 in Benediktinerabtei Maria Laach, BRD | heute Deutschland


  • Tätigkeiten Keramiker, Theologe

    Netzwerke
  • Bauhaus Weimar: Studierender
  • Bauhaus Weimar: Meister und Lehrender

Netzwerke

  • Bauhaus Weimar: Studierender 10.1919–3.1925: Hospitant Baugewerkschule, Vorkurs bei Johannes Itten, Unterricht bei Lyonel Feininger
    1.7.1920–15.7.1922: Lehrling der Keramischen Werkstatt/Töpferei, Gesellenprüfung am 15.7.1922 (Note 2)
  • Bauhaus Weimar: Meister und Lehrender 1924: Leiter der Produktionswerkstatt

Theodor Bogler studierte zwischen 1919 und 1920 am Staatlichen Bauhaus in Weimar, wo er den Vorkurs bei Johannes Itten besuchte sowie den Unterricht bei Lyonel Feininger. Das darauffolgende Sommersemester verbrachte er in München, um an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Hochschule Architektur- und Kunstgeschichte zu studieren. Von 1920 bis 1924 besuchte Bogler die Keramische Werkstatt des Staatlichen Bauhauses in Weimar in Dornburg, die vom Bildhauer Gerhard Marcks und vom Töpfermeister Max Krehan geleitet wurde. Dort absolvierte er eine Töpferlehre und übernahm für kurze Zeit die kaufmännische Leitung der Werkstatt. Am 15.7.1922 legte er die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Weimar ab. Es entstanden u. a. bekannte Keramiken wie eine Mokka-Maschine oder Varianten der Kombinationsteekanne.
Im Dezember 1924 verließ Bogler das Bauhaus Weimar, um ab 1925 die Modell- und Formwerkstatt des Werkes Velten der Steingutfabriken Velten-Vordamm bei Berlin zu leiten. 1927 trat er in die Benediktinerabtei Maria Laach in der östlichen Eifel ein und studierte dort sowie in der Erzabtei Beuron an der Donau von 1928 bis 1933 Philosophie und Theologie. 1931 folgte die Mönchs- und 1932 die Priesterweihe. Gleichzeitig war Bogler weiter als Keramiker tätig.
Von 1934 bis 1938 arbeitete er zeitweise mit den Werkstätten Hedwig Bollhagens in Marwitz bei Velten zusammen. Nach 1948 leitete er die Kunstwerkstätten und den Kunstverlag Ars Liturgica in Maria Laach. Daneben entwarf er auch für die Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe.

[AG 2015]

Literatur:

∙ Hubert Kittel (2009): Von der Bauhaus-Töpferei zum Versuchslaboratorium für die Serienfertigung, in: Modell Bauhaus, hg. v. Bauhaus-Archiv Berlin/Museum für Gestaltung, Stiftung Bauhaus Dessau und Klassik Stiftung Weimar, Ausstellungskatalog, Ostfildern: Hatje Cantz, S. 157ff.
∙ Klaus Weber (2009): Theodor Bogler, in: Bulletin of the Study on Art Education in Wakayama University, H. 15.
∙ Klaus Weber (1989): Keramik und Bauhaus. Geschichte und Wirkungen der keramischen Werkstatt des Bauhauses, Berlin.

Weitere Informationen zu Theodor Bogler

Erwähnung

Folke Dietzsch (1991): Die Studierenden am Bauhaus. Eine analytische Betrachtung zur strukturellen Zusammensetzung der Studierenden, zu ihren Studien und Leben am Bauhaus sowie zu ihrem späteren Wirken, Diss. A, Hochschule für Architektur und Bauwesen, Fak. Architektur, Weimar.

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