Edmund Collein

Porträt Edmund Collein, Foto: unbekannt, o.D.
Porträt Edmund Collein, Foto: unbekannt, o.D. Stiftung Bauhaus Dessau (I 9361 F) / (Collein, Edmund) Collein, Kirsten.
  • Geboren am 10.1.1906 in Bad Kreuznach, Provinz Rheinland (Deutsches Reich) | heute Deutschland
  • Verstorben am 21.1.1992 in Berlin, Deutschland


  • Tätigkeiten Architekt, Fotograf, Stadtplaner

    Netzwerke
  • Bauhaus Dessau: Studierender

Netzwerke

  • Bauhaus Dessau: Studierender Immatrikulationsnr. 220
    10.1927–24.10.1930: Vorkurs bei László Moholy-Nagy, Unterricht bei Paul Klee, Wassily Kandinsky und Joost Schmidt, Tischlerei bei Marcel Breuer und Josef Albers, Baulehre bei Hannes Meyer
    Diplom (Nr. 24) der Bau-/Ausbauabteilung in Architektur am 24.10.1930

Edmund Collein absolvierte zwischen 1925 und 1927 ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Danach war er bis 1930 am Bauhaus Dessau eingeschrieben. Er besuchte im Wintersemester 1927–1928 den Vorkurs bei László Moholy-Nagy, war Mitglied der Tischlereiwerkstatt bei Marcel Breuer und nahm Unterricht bei Paul Klee, Wassily Kandinsky und Joost Schmidt. Im Sommersemester 1928 war er Mitglied der Tischlereiwerkstatt bei Marcel Breuer und Josef Albers. Vom Wintersemester 1928/29 bis zum Sommersemester 1930 war er in der Bau-/Ausbauabteillung bei Hannes Meyer, das Bauhausdiplom erhielt er 1930. Am 23.2.1931 heiratete er die Bauhaus-Studentin Lotte Gerson.
Aus seiner Bauhauszeit sind ausschließlich Fotoarbeiten überliefert, darunter zur Siedlung Dessau-Törten, zum Bauhausgebäude und zum Bauatelier Gropius. In den folgenden Jahren arbeitete Collein bis 1940 in verschiedenen Architekturbüros, unter anderem bei K. Kotas, W. Sobotka und G. Schwerthelm. Nach Kriegsdienst und -gefangenschaft kehrte Collein 1945 nach Berlin zurück und arbeitete beim Berliner Magistrat. 1950 war er Mitautor der „16 Grundsätze des Städtebaus“ der DDR. In den 1950er- und 1960er-Jahren war Collein maßgeblich an der Umsetzung der baupolitischen Richtlinien der SED für die Städte Berlin und Magdeburg beteiligt und bekleidete zahlreiche offizielle Ämter, wie als Vizepräsident der neu gegründeten Deutschen Bauakademie und als Vorsitzender des Beirats für Bauwesen beim Ministerrat der DDR. Mit seinen Projekten − darunter der 2. Bauabschnitt der Berliner Karl-Marx-Allee − setzte Collein Maßstäbe für das industrielle Bauen im innerstädtischen Bereich in der DDR.

Literatur:

· Bauhaus-Archiv Berlin (1995): Bauhaus in Berlin. Bauten und Projekte, Berlin.

Weitere Informationen zu Edmund Collein

Erwähnung

Folke Dietzsch (1991): Die Studierenden am Bauhaus. Eine analytische Betrachtung zur strukturellen Zusammensetzung der Studierenden, zu ihren Studien und Leben am Bauhaus sowie zu ihrem späteren Wirken, Diss. A, Hochschule für Architektur und Bauwesen, Fak. Architektur, Weimar.

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