Ernst Kállai

Ernst Kállai, Foto: unbekannt, in: H. M. Wingler (1962): Das Bauhaus, 1919–1933.
Ernst Kállai, Foto: unbekannt, in: H. M. Wingler (1962): Das Bauhaus, 1919–1933. in: Weimar Dessau Berlin und die Nachfolge in Chicago seit 1937, Bramsche, S. 458.
  • Geboren am 9.11.1890 in Sackelhausen | heute Săcălaz, Rumänien
  • Verstorben am 28.11.1954 in Budapest, Ungarn

  • Pseudonym Peter Mátyás

  • Ehe mit Gerda Kállai

  • Tätigkeiten Autor, Journalist, Kritiker, Lehrer

    Netzwerke
  • Bauhaus-Umkreis

Netzwerke

  • Bauhaus-Umkreis 1928–1929: Redakteur der bauhaus-Zeitschrift

Ernst Kállai absolvierte zwischen 1910 und 1913 eine Ausbildung für ungarische und deutsche Sprache sowie Literatur und Geschichte am Staatlichen Bürgerlehrer-Seminar in Budapest. Ab 1920 arbeitete er journalistisch in Deutschland, unter anderem für zahlreiche Kunst- und Kulturzeitschriften (darunter Ararat, Weltbühne, Cicerone).
1928 übertrug ihm das Bauhaus Dessau die redaktionelle Leitung der Zeitschrift „bauhaus“, die er bis 1929 innehatte. Nachdem er mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten nicht mehr publizieren durfte, kehrte er 1935 nach Budapest zurück und unterrichtete dort nach Ende des Krieges an der Ungarischen Kunstgewerbeschule Ästhetik und Kunstgeschichte. 1948 wurde er Mitglied der Künstlergruppe Europäische Schule, gründete die Galerie „Zu den vier Himmelsrichtungen“ und leitete die Sektion für schöne Künste beim künstlerischen Rat der ungarischen Regierung.
In seinen letzten Lebensjahren zog sich Kállai aufgrund der veränderten politischen Lage zunehmend aus den öffentlichen Ämtern zurück und übersetzte ungarische Belletristik ins Deutsche.

Literatur:

· Hubertus Gaßner (1986): Wechselwirkungen. Ungarische Avantgarde in der Weimarer Republik, Marburg.
· H. M. Wingler (1962): Das Bauhaus, 1919–1933. Weimar Dessau Berlin und die Nachfolge in Chicago seit 1937, Bramsche, S. 458.