Wassily Kandinsky

Porträt Wassily Kandinsky, Foto: Hugo Erfurth, 1925-28.
Porträt Wassily Kandinsky, Foto: Hugo Erfurth, 1925-28. © Bauhaus-Archiv Berlin / für Hugo Erfurth: gemeinfrei (abgelaufen 2018).
  • Geboren am 4.12.1866 in Moskau, Russisches Kaiserreich | heute Russland
  • Verstorben am 13.12.1944 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich


  • Tätigkeit Maler

    Netzwerke
  • Novembergruppe
  • Bauhaus Weimar: Meister und Lehrender
  • Bauhaus Dessau: Meister und Lehrender
  • Bauhaus Berlin: Meister und Lehrender

Netzwerke

  • Novembergruppe
  • Bauhaus Weimar: Meister und Lehrender 1921: Einladung an das Bauhaus Weimar
    6.1922: Berufung
    1.7.1922–31.3.1925: Leiter der Form- und Farbenlehre, Formmeister
  • Bauhaus Dessau: Meister und Lehrender 1925–32: Leiter der Form- und Farbenlehre, ab 1927 Leiter eines Teils der Malklasse
  • Bauhaus Berlin: Meister und Lehrender 1932–33: Leiter der Form- und Farbenlehre

Wassily Kandinsky begann 1886 ein Jura- und Volkswirtschaftstudium in Moskau, das er 1892 mit dem Staatsexamen abschloss. 1896 siedelte er nach München über und besuchte dort die private Kunstschule von Anton Azbè. 1900 studierte er an der Münchener Kunstakademie und war Schüler bei Franz von Stuck. Ein Jahr später wurde Kandinsky Mitbegründer der Ausstellungs- und Künstlervereinigung Phalanx. 1904 wurden erstmals Werke von ihm im Pariser Salon d'Automne (Herbstsalon) ausgestellt. 1909 war er Mitbegründer der Neuen Künstlervereinigung München. 1910 entstand seine erste abstrakte Komposition, ein Jahr später erschien sein richtungsweisendes Buch „Über das Geistige in der Kunst“. Ebenfalls 1911 schuf er mit Franz Marc den Almanach „Der Blaue Reiter“. Nach Kriegsausbruch flüchtete er zunächst in die Schweiz und kehrte dann nach Moskau zurück. Dort war er u. a. Vizepräsident der GAChN (Staatliche Akademie der Kunstwissenschaften), entwickelte Programme für das INChUK (Institut für künstlerische Kultur), war Mitorganisator und Direktor des MSchK (Museum für Malereikultur) und unterrichtete an den VChUTEMAS (Höhere künstlerische und technische Werkstätten).
Im Juni 1922 wurde Wassily Kandinsky von Walter Gropius an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen, wo er bis zu dessen Schließung in Berlin 1933 unterrichtete. Von 1922 bis 1925 leitete er am Bauhaus Weimar die Werkstatt für Wandmalerei und unterrichtete die Kurse „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“ im Vorkurs. 1924 gründete Kandinsky mit den Künstlern Alexej von Jawlensky, Paul Klee und Lyonel Feininger die Gruppe Die Blaue Vier.
Am Bauhaus in Dessau unterrichtete er von 1925 bis 1932 „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“ im Vorkurs. Ab dem Wintersemester 1926/27 war er Leiter des Unterrichts in Malerei, ab 1927 leitete er die Freie Werkstatt Malerei bzw. Freie Malklasse. 1926 publizierte er das bedeutende Bauhausbuch „Punkt und Linie zu Fläche“. Von 1932 bis 1933 war er am Bauhaus Berlin Leiter des Unterrichts „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“ im Vorkurs sowie der freien Malklasse. Nach 1933 emigrierte Kandinsky nach Paris und lebte dort bis zu seinem Tod im Vorort Neuilly-sur-Seine.

Literatur:

· Irina Antonova, Jörn Merkert (1995): Berlin–Moskau. Moskau–Berlin 1900–1950, München/New York.
· Evelyn Benesch, Ingried Brugger (2004): Wassily Kandinsky. Der Klang der Farbe. 1900–1921, Bad Breisig.
· Helmut Friedel (2008): Kandinsky. Absolut abstrakt, München.
· Magdalena M. Moeller (1994): Der frühe Kandinsky 1900–1910, München.
· Erik Stephan (2009): Kandinsky am Bauhaus. Punkt und Linie zu Fläche, Jena.
· Christoph Wagner (2005): Das Bauhaus und die Esoterik. Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Bielefeld.