Peter Keler

Porträt Peter Keler, Foto: unbekannt, o.D., Detail aus einer Fotografie.
Porträt Peter Keler, Foto: unbekannt, o.D., Detail aus einer Fotografie. © Klassik Stiftung Weimar / unbekannt.
  • Geboren am 2.12.1898 in Kiel, Provinz Schleswig Holstein (Deutsches Reich) | heute Deutschland
  • Verstorben am 11.11.1982 in Weimar, DDR | heute Deutschland

  • Tätigkeiten Architekt, Maler, Tischler

    Netzwerke
  • Bauhaus Weimar: Studierender

Netzwerke

  • Bauhaus Weimar: Studierender 4.1921–3.1925: Grundlehre/Vorlehre, Wandmalerei und De Stijl-Kurs

Peter Keler war zwischen 1914 und 1916 an der Fachhochschule für Angewandte Malerei in Kiel und von 1919 bis 1921 an der dortigen Kunstgewerbeschule eingeschrieben.
Am Staatlichen Bauhaus in Weimar studierte er zwischen 1921 und 1925. 1921 besuchte er den Vorkurs von Johannes Itten. Ab dem Wintersemester 1921–1922 besuchte er bis 1925 die Wandmalereiabteilung bei Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky. In seiner Zeit am Bauhaus in Weimar realisierte Keler die Farbgestaltung von Bauten und Räumen wie beispielsweise die der Büroetage des Fagus-Werks in Alfeld an der Leine sowie den Direktionsraum von Walter Gropius im Hauptgebäude des Bauhauses.
Zu seinen in dieser Zeit entstandenen Möbelentwürfen zählt eine Wiege, die er im Rahmen der ersten Bauhaus-Ausstellung 1923 kreierte. Keler wurde im Sommer 1922 Mitglied der am Bauhaus tätigen konstruktivistisch ambitionierten KURI-Gruppe (konstruktiv, utilitär, rationell, international). Von 1924 bis 1925 war er Etatgeselle. Voll ausgebildet kam ihm in dieser bezahlten Funktion die Aufgabe zu, zwischen Form- und Handwerksmeister zu vermitteln.
Nach seinem Weggang vom Bauhaus Weimar eröffnete er im selben Jahr ein eigenes Atelier für freie und angewandte Malerei, Werbegrafik und Innenarchitektur. Von 1928 bis 1936 arbeitete er als künstlerischer Mitarbeiter für Firmen der sächsischen Textil- und Maschinenindustrie. Zwischen 1937 und 1945 erteilten ihm die Nationalsozialisten Ausstellungsverbot. Während dieser Zeit war er als freischaffender Architekt in Berlin tätig, arbeitete als Filmarchitekt der tobis Filmgesellschaft und leitete ein Archiv für Kriegsmaler. Nach Kriegsende folgte er dem Ruf an die neu gegründete Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar und erhielt dort zwei Jahre später eine Professur, die er bis 1963 innehatte. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Architekt in Weimar.

[AG 2015]

Literatur:

· Martin Bober: Von der Idee zum Mythos. Die Rezeption des Bauhaus in beiden Teilen Deutschlands in Zeiten des Neuanfangs (1945 und 1989), Dissertation, Kassel; http://d-nb.info/980941571/34.
· René Zey: Keler, Peter, http://www.designlexikon.net/Designer/K/kelerpeter.html, 10.6.2016.