Farkas Molnár

Porträt Farkas Molnár, Bauhaus Weimar, Foto: unbekannt, 1921–1925.
Porträt Farkas Molnár, Bauhaus Weimar, Foto: unbekannt, 1921–1925. © Bauhaus-Archiv Berlin.
  • Geboren am 21.6.1897 in Pécs, Ungarn
  • Verstorben am 12.1.1945 in Budapest, Ungarn

  • Geburtsname Farkas Ferenc Molnár

  • Tätigkeit Architekt

    Netzwerke
  • Bauhaus Weimar: Studierender

Netzwerke

  • Bauhaus Weimar: Studierender 4.1921–3.1925: Grundlehre/Vorlehre, Holzbildhauerei und Teilnehmer am De Stijl-Kurs

Farkas Ferenc Molnár wurde am 21. Juni 1897 in Fünfkirchen (Ungarn) geboren. Molnár war ein ungarischer Architekt, der 1920 nach dem Sturz der Räterrepublik in Ungarn nach Deutschland emigrierte. Hier studierte er in den Jahren 1921 bis 1925 am Weimarer Bauhaus bei Johannes Itten, arbeitete später in Walter Gropius' Baubüro mit. Für die erste große Bauhaus-Ausstellung 1923 entwarf Molnár den „Roten Würfel“ als Bauhaus-Versuchshaus. Der Entwurf wurde nicht realisiert, anstatt dessen entschied sich das Bauhaus für die Ausführung des Entwurfs von Georg Muche (Architekt und Bauhausmeister der Weberei). Das Einfamilienhaus nach Muches Plänen ist noch heute in Weimar als das „Haus Am Horn“ bekannt. 1923 war es Dreh- und Angelpunkt der Bauhaus-Ausstellung, wo sich die Schule das erste Mal mit ihren Produkten der Öffentlichkeit präsentierte.
1925 kehrte Molnár nach Ungarn zurück. Auf Anregung von Walter Gropius begründete er den Congrès International d'Architecture Moderne (CIAM) mit und zeichnete verantwortlich für die ungarische Sektion. Am 12. Januar 1945 starb Farkas Molnár.

[AG 2015]

Literatur:

· Farkas Molnár (1925): Life at the Bauhaus, aus dem Ungarischen übersetzt ins Englisch von John Bátki, in: Timothy O. Benson, Éva Forgács (2002): From Between Two Worlds. A Sourcebook of Central European Avant-Gardes, 1910–1930, Cambridge, MA. [Originally published as „Élet a Bauhausban“, Periszkop (June-July 1925)].
· György Várkonyi (2010): Drachensteiger, in: Júlia Fabényi (Hg.), Von Kunst zu leben. Die Ungarn am Bauhaus, Pécs, S. 198–213.