Max Nehrling

Porträt Max Nehrling, Foto: unbekannt, um 1911.
Porträt Max Nehrling, Foto: unbekannt, um 1911. © Klassik Stiftung Weimar / unbekannt.
  • Geboren am 11.5.1887 in Posen, Provinz Posen (Deutsches Reich) | heute Pozniań, Polen
  • Verstorben am 18.9.1957 in Weimar, DDR | heute Deutschland

  • Geburtsname Max Paul Erich Nehrling

  • Tätigkeit Maler

    Netzwerke
  • Bauhaus Weimar: Studierender

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  • Bauhaus Weimar: Studierender 4.1919–9.1921

Bereits im Alter von zwölf Jahren begann Max Nehrlings künstlerische Laufbahn an der Großherzoglichen Freien Zeichenschule in Weimar. Der spätere Bauhaus-Schüler wurde am 11. Mai 1887 in Posen (Poznan) geboren. Ab 1902 ging er für vier Jahre in die Lehre als Lithograf bei der Weimarer Firma Reineck & Klein. Nach einem Jahr bei Carl Rembold in Heilbronn, war er bis 1910 als Zeichner bei der Firma O. de Rycker & Mendel in Forest-lez-Bruxelles (Brüssel) tätig. Ein Jahr später immatrikulierte sich Nehrling dann für ein Studium an der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar und nahm dort am Farbunterricht bei Dorothea Seeligmüller sowie an der Ornamentlehre bei Henry van de Velde und am Unterricht von Dora Wibiral teil. Im selben Jahr wechselte der junge Lithograf schließlich an die Großherzoglich Sächsische Kunsthochschule Weimar. Bis 1914 studierte er bei Gari Melchers, Fritz Mackensen, Walther Klemm und Otto Rasch. In den Jahren 1913 bis 1914 gründete er mit Gottlieb Krippendorf und Rudolf Riege die „Künstlerkolonie Föhlritz“ bei Dermbach in der Rhön, während des Ersten Weltkrieges diente Nehrling dann als Soldat in Frankreich.
Mit Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar im Jahr 1919 schrieb sich Nehrling dort für ein Studium ein. Im Vorkurs und im Aktzeichenkurs lernte er bei Johannes Itten. Außerdem besuchte er die Werkstatt für Grafische Druckerei unter der Leitung von Walther Klemm. Bis 1921 studierte Nehrling am Bauhaus bis er in die neu gegründete Staatliche Hochschule für bildende Kunst Weimar wechselte, an die auch Walther Klemm berufen worden war. Nehrling studierte hier hauptsächlich bei Klemm und hatte ein eigenes Atelier. Seit Abschluss seines Studiums 1926 war Nehrling als freischaffender Künstler in Weimar tätig. Bereits 1920 gab es einen zweiten Anlauf für die „Künstlerkolonie Föhlritz“, die unter Mitwirkung Nehrlings bis 1957 bestand.
Ende der 1930er-Jahre zog sich Nehrling aus dem offiziellen Kunstbetrieb zurück. 1942 wurde er nur noch listenmäßig als Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste wegen „geringfügig, nicht hauptberuflich ausgeübter“ künstlerischer Tätigkeit geführt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 nahm Nehrling seine künstlerische Laufbahn wieder auf. 1953 wurde er vom Rat des Bezirkes Erfurt für Studieneinsätze und Werkverträge engagiert. 1956 ging Nehrling auf Studienreise in die Niederlande. Auf Initiative der Zentralleitung des Verbandes Bildender Künstler der DDR erhielt Nehrling im selben Jahr – im Alter von 69 Jahren – die Ehrenrente der DDR für sein künstlerisches Lebenswerk. Am 18. September 1957 starb Max Nehrling in Weimar.

[AG 2015]