Hans Wittwer

Porträt Hans Wittwer, Foto: unbekannt, um 1930.
Porträt Hans Wittwer, Foto: unbekannt, um 1930. © Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich (gta-archiv/ETH Zürich) / gta-archiv / ETH Zürich.
  • Geboren am 4.2.1894 in Basel, Schweiz
  • Verstorben am 19.3.1952 in Basel, Schweiz

  • Tätigkeit Architekt

    Netzwerke
  • Bauhaus Dessau: Meister und Lehrender
  • Burg Giebichenstein

Netzwerke

  • Bauhaus Dessau: Meister und Lehrender 1927–30: Lehrer (nebenamtlich) für Baukonstruktion und Statik, Lehrer für Baulehre und Leiter der Bauabteilung
  • Burg Giebichenstein 1929–33: zunächst Zusammenarbeit, ab 1929 Fachklasse für Architektur und Innenausbau

Zwischen 1912 und 1916 absolvierte Hans Wittwer ein Architekturstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich bei Friedrich Bluntschli und Karl Moser. Danach arbeitete er bis 1919 im Architekturbüro von Karl Moser in Zürich. Bis 1924 folgten Praxisjahre in Basel. An der Universität London studierte Wittwer im folgenden Jahr Stadtbaugeschichte. Im selben Jahr wurde er Mitglied einer Architektengruppe, die u. a. die Zeitschrift „ABC – Beiträge zum Bauen“ herausgab. Gleichzeitig gründete er ein eigenes Büro in Basel, das er 1926 bis 1927 zusammen mit Hannes Meyer führte.
1927/28 begann Wittwer seine Tätigkeit am Bauhaus Dessau als nebenamtlicher Lehrer für Installationslehre und technisches Entwerfen innerhalb der Baulehre. Zusätzlich war er Mitarbeiter der Bauabteilung von Hannes Meyer. Von März 1928 bis Februar 1929 war er Lehrer innerhalb der Baulehre und Leiter des Baubüros der Bauabteilung von Hannes Meyer. Während seiner Lehrtätigkeit am Bauhaus Dessau zwischen 1927 und 1929 führte er neue Lehrkomponenten wie die Sonnenstandsberechnungen ein, die neue Wissensgebiete für den Entwurfsprozess erschlossen.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Bauhaus Dessau wechselte er an die Werkstätten der Stadt Halle, Staatlich-Städtische Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein. Wittwer arbeitete dort bis 1933 als Leiter der Architekturklasse und als künstlerischer Leiter des Ateliers für Innenausbau. Gleichzeitig war er als Architekt der Flughafengesellschaft Halle/Leipzig m.b.H. tätig. Zudem beriet er in künstlerischen Fragen die Stadtverwaltung in Merseburg. Bis 1934 arbeitete Wittwer als selbstständiger Architekt in Halle (Saale). Im selben Jahr kehrte er nach Basel zurück und arbeitete im dortigen elterlichen Betrieb.

Literatur:

· Ulrich Brinkmann (2003): Zurück auf Meyer und Wittwer, in: Bauwelt, No. 8, 2008.
· Bauhaus-Archiv Berlin (1995): Bauhaus in Berlin. Bauten und Projekte, Berlin.
· Klaus-Jürgen Winkler: Baulehre und Entwerfen am Bauhaus 1919–1933, Weimar.
· Hans-Jakob Wittwer (1998): Hans Wittwer, Zürich.