Anzeiger-Hochhaus

Anzeiger-Hochhaus, Hannover
snagler, über flickr, https://flic.kr/p/mJAk6F, licensed under CC BY 2.0;
Anzeiger-Hochhaus, Hannover

Erbauung

  • Baujahr / Bauzeit 1927 — 1928
  • Architekt/in Fritz Höger

Instandsetzung

  • Baujahr / Bauzeit 1949

Instandsetzung

  • Baujahr / Bauzeit 1998

Instandsetzung

  • Baujahr / Bauzeit 2018 — 2019

Gebäudetypologie

Büro- und Dienstleistungsgebäude, Verlagsgebäude

Seit seiner Errichtung 1927/28 prägt das Anzeiger-Hochhaus die Stadtsilhouette Hannovers und gilt als deren Wahrzeichen. Architekt Fritz Höger plante es im Auftrag des Verlags Hannoverscher Anzeiger A. Madsack & Co. (heute: Madsack Mediengruppe). Wie auch das berühmte, kurz zuvor von ihm fertiggestellte Chilehaus in Hamburg ist es im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet. Das Anzeiger-Hochhaus zählt mit seinem detaillierten Fassadenrelief und der markanten, 12 Meter hohen Kuppel zu den bedeutendsten Architekturdenkmälern der 1920er-Jahre. Bereits zwei Jahre nach der Fertigstellung wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Das Anzeiger-Hochhaus befindet sich in zentraler Lage am Steintor-Platz. Der 51 Meter hohe Zehngeschosser gehörte zu den ersten Hochhäusern Deutschlands. Einzigartig für die damalige Zeit war die große kupfergedeckte Dachkuppel, die zunächst ein Planetarium beherbergte. In den übrigen Räumen befanden sich ursprünglich, neben den Verlagsbüros, die Redaktion und die Druckerei des Hannoverschen Anzeigers.

Die Fassade des monumentalen Baus wird durch keilförmig vortretende Pfeiler geprägt, die in der Nacht durch blaue Leuchtröhren illuminiert werden, die die vertikale Gliederung zusätzlich betonen. Auffallend sind auch die gestuften Eingangsbögen im Erdgeschoss. Deren oberen Abschluss bildet jeweils ein Leuchtkörper, der sich bis in das Gebäudeinnere fortsetzt. Sichtbar wird dies zum Beispiel in der im Art-déco-Stil errichteten zweigeschossigen Schalterhalle, wo Kunden Anzeigen aufgeben und Abonnements abschließen konnten.

Die dunkelrote und zum Teil goldglasierte Klinkerfassade weist typische Gestaltungselemente des Backsteinexpressionismus auf. So bilden herausgedrehte und hervortretende Klinker ein detailliertes Fassadenrelief.

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude trotz der starken Zerstörung der Innenstadt mit vergleichsweise geringen Schäden – auch dank seiner Stahlskelettkonstruktion. Jedoch brannte bei einem der letzten Luftangriffe am 25. März 1945 die Kuppel aus; seit ihrer Restaurierung befindet sich darin ein Kino. Auch nach dem Krieg diente das Anzeiger-Hochhaus zunächst weiter als Pressehaus, unter anderem wurden hier die Zeitschriften Der Spiegel (1947) und Stern (1948) gegründet. Eine Zeit lang war hier auch die City-Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung untergebracht. Heute ist das Anzeiger-Hochhaus Teil des Medienzentrums Hannover mit mehreren Rundfunk- und Fernsehredaktionen, zudem beherbergt es die HIS Hochschul-Informations-System eG. [KS]

Karte

Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Adresse

Anzeiger-Hochhaus
Goseriede 9
30159 Hannover

Das Anzeiger-Hochhaus beherbergt diverse Büros (vor allem von Medienunternehmen) und ein öffentlich nutzbares Kino.

Förderformel